Ex-CIA-Beauftragter: US-Krieg gegen Daesh Terroristen eine komplette Farce

Ein ehemaliger CIA Beauftragter meint, der US-Krieg gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat sei eine komplette Farce. Saudi Arabien zu unterstützen und den IS zu bekämpfen sei äußerst widersprüchlich.

Amerikas Krieg gegen den Daesh und andere Terrorgruppen im Nahen Osten ist "eine komplette Farce", sagt ein US-amerikanischer politischer Analyst.

Steven D Kelley, ein ehemaliger NSA/CIA Auftragnehmer, machte diese Bemerkung in einem Interview mit Press TV am Dienstag. Kelley kommentierte eine aktuelle Kongress-Anhörung über die Rolle Saudi-Arabiens bei der Unterstützung des weltweiten Extremismus und Terrorismus.

"Wenn der Kongressabgeordnete aus Georgia den ehemaligen US-Botschafter in Syrien über den Wahhabismus und die Unfähigkeit der Vereinigten Staaten den Islamischen Staat zu bekämpfen befragt und die USA aber gleichzeitig die saudische Regierung unterstützt, scheint es eine sehr tiefe Unwissenheit über die Natur und die Geschichte des Wahhabismus in den Vereinigten Staaten zu geben", sagte Kelley.

Es scheint äußerst ungeschickt, dass US-Beamte zugeben dem saudischen Regime, das aktiv mit ihren Öl-Gewinnen eine sehr gewalttätige Ideologie verbreitet, Waffen im Wert von Milliarden Dollar zu verkaufen, so der Analyst. Die Saudis seien genau die denselben Feind, die die Vereinigten Staaten vorgeben zu bekämpfen.

Doch die amerikanische Öffentlichkeit würde bereits sehen, dass der "Kampf gegen den Terrorismus" und vor allem der letzte Kampf gegen den IS oder Daesh, eine Farce sei. 

"Es ist wahr… dass die Ideologie des IS gleich dem des Wahhabismus ist," sagte ein demokratischer Kongressabgeordneter in einer Kongressanhörung Anfang des Jahres. 

Saudi-Arabiens wachsende internationale Isolation und der steigende regionale Einfluss des Iran, hat Riad dazu veranlasst die diplomatischen Beziehungen zu Teheran zu beenden, heißt es in einer aktuellen Analyse der Eurasia Group, der weltweit größten politischen Risikoberatung.

"Saudi-Arabien ist in ernsthaften Schwierigkeiten und das wissen sie," sagte Ian Bremmer, ein amerikanischer Politikwissenschaftler und Präsident der Eurasia Group, zum "Business Insider".