Gute US-Russland-Beziehungen unerwünscht: Europa-Politiker warnen vor Krieg bei Trump-Putin-Allianz

Politiker der Europäischen Union warnen vor einer Allianz zwischen den USA und Russland. Sollte es eine Annäherung zwischen US-Präsident Trump und Russlands Staatschef Putin geben, würde das die Kriegsgefahr erhöhen. Eine derartige Entwicklung würde für die Beziehungen zwischen der EU und den USA "negative Folgen" haben.

Prominente Politiker aus West- und Ost-Europa warnen vor einem Krieg – sollten sich die Beziehungen zwischen den USA und Russland verbessern.

Wenn der zukünftige US-Präsident Donald Trump und der russische Präsident Wladimir Putin eine Allianz schmieden, werde dies negative Folgen für die Beziehungen zwischen Europa und den USA mit sich bringen. Diese Ansicht teilten 17 ehemalige und aktive Politiker aus Europa Donald Trump in einem offenen Brief mit, berichtet „Focus-Online“.

Demnach befinden sich unter den Unterzeichnern, der ehemalige estnische Präsident Toomas Hendrik Ilves, sowie der ehemalige schwedische Außenminister Carl Bildt und der derzeitige bulgarische Präsident Rosen Plevneliev.

Eine Schwächung der Nato und eine Allianz zwischen Trump und Putin würde zu einer Destabilisierung Europas führen und die Kriegsgefahr erhöhen, so die Politiker. Wladimir Putin könne kein Alliierter der USA sein – nicht einmal „ein vertrauenswürdiger internationaler Partner.“

Hetzkampagne gegen Russland und Donald Trump

Russland steht seit geraumer Zeit unter massivem Druck. Der Westen wirft der Russischen Föderation vor, mittels Hackerangriffen den US-Wahlkampf manipuliert zu haben. Unterdessen verhängte der scheidende US-Präsident Barack Obama, in den letzten Tagen seiner Amtszeit, zwei Mal hintereinander neue Sanktionen gegen Russland. Begründet wird der Sanktionskrieg mit verschiedensten Anschuldigungen, denen bislang keine Beweise folgten.

Zudem verlängert die EU die Sanktionen gegen Russland von einer Frist zur nächsten. Als Begründung wird der Ukraine-Konflikt und die Eingliederung der Krim in die Föderation angegeben. Der Aspekt, dass die europäische Wirtschaft enorm unter dem Sanktionskrieg leiden, wird gänzlich außer Acht gelassen. Sanktionskritiker aus Wirtschaft und Politik werden von der EU ignoriert.

Darüber hinaus findet eine massives Aufrüsten an der russischen Grenzen statt. (Siehe:„Kein 3. Weltkrieg!“: Schweres Kriegsmaterial erreicht Bremerhaven – Aufrüstung gegen Russland in vollem Gange)

Die letzten – unbelegten – Anschuldigungen gegen Russland und Donald Trump wurden gestern von den US-Medien CNN und der „New York Times“ verbreitet. In denen heißt es, Russland würde Trump mit „belastendem“ Material erpressen. Trump nennt die Kampagne gegen ihn und Russland eine „politische Hetzjagd“.

Auch der US-Geheimdienstdirektor James Clapper zeigte sich über die Berichterstattung der amerikanischen Mainstream-Medien „tief bestürzt“. Er sagte, dass diese Berichte „äußerst zerstörend und schädlich für unsere nationale Sicherheit sind“.

Siehe auch:

Trumps erste Pressekonferenz im Protokoll: „Alles was ich mir wünsche, sind ehrliche Reporter“

US-Geheimdienstdirektor „tief bestürzt“ über Berichte: Angeblich belastendes Trump-Material „nicht von Geheimdiensten an Medien geleitet“

Trump: Durchstechereien der US-Geheimdienste „sind illegal“ und „schändlich“

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