Heftige Explosion in der Türkei: Verletzte nach Detonation nahe Polizeiwache in Kurdenmetropole Diyarbakir + Video

Vor dem umstrittenen Referendum in der Türkei ereignete sich ein Anschlag in der Kurdenmetropole Diyarbakir. Dabei wurden mindestens vier Menschen verletzt.

Wenige Tage vor dem Verfassungsreferendum in der Türkei hat sich am Dienstag eine heftige Explosion nahe einer Polizeiwache in der südosttürkischen Kurdenmetropole Diyarbakir ereignet.

Nach Angaben von Rettungskräften wurden mindestens vier Menschen verletzt. Die Detonation war so stark, dass sie in der ganzen Stadt zu hören war, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Die Türken sind am kommenden Sonntag aufgerufen, über die Einführung eines Präsidialsystems abzustimmen. Mit der von Präsident Recep Tayyip Erdogan angestrebten Verfassungänderung würde die Macht des türkischen Staatschefs deutlich ausgeweitet. Kritiker werfen dem Staatschef vor, seine autoritäre Alleinherrschaft durch die Reform zementieren zu wollen.

In den kurdischen Regionen der Türkei ist der Widerstand gegen Erdogan besonders stark. Dort kämpft auch die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) gewaltsam gegen den türkischen Staat. Sie verübt seit Jahren immer wieder blutige Anschläge gegen Polizisten und Soldaten in der Türkei. (afp)