„Im politisierten Hexenjagd-Umfeld“: Flynn bietet Aussage gegen Immunität über angebliche Russland-Kontakte

Flynn war im Februar als Sicherheitsberater zurückgetreten, weil er noch vor Amtsantritt von US-Präsident Trump mit dem russischen Botschafter Gespräche über Sanktionen geführt haben soll.

Der frühere Nationale Sicherheitsberater der USA, Michael Flynn, ist zu einer Aussage über angebliche Verbindungen von Gefolgsleuten Donald Trumps mit der russischen Regierung bereit.

Nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ verlangt er für sein Erscheinen vor den Geheimdienstausschüssen des Kongresses Immunität, also einen garantierten Schutz vor Strafverfolgung. Sein Anwalt Robert Kelner deutete an, dass dies zutrifft.

Flynn habe „eine Geschichte zu erzählen, und er will sie sehr gern erzählen, sofern es die Umstände erlauben“, sagte Kelner am Donnerstag. „Kein vernünftiger Mensch, der rechtlich beraten wird, würde sich in einem solch stark politisierten Hexenjagd-Umfeld befragen lassen ohne eine Absicherung gegen unfaire Strafverfolgung“, ergänzte er.

Flynn war im Februar als Sicherheitsberater zurückgetreten, weil er noch vor Amtsantritt von US-Präsident Trump mit dem russischen Botschafter Gespräche über Sanktionen geführt und dies verheimlicht haben soll.  Doch hinter seinem plötzlichen Rücktritt steckte mehr als nur ein Telefonat mit einem Russen: Flynns Haltung gegenüber dem Iran-Atomdeal war bekanntermaßen kritisch – er wollte die unschönen Details darüber an die Öffentlichkeit bringen, sagen Insider. Außerdem hätte Trump in Flynn einen Verbündeten im Kampf gegen korrupte und pädophile Politiker gehabt.

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