IS-Miliz reklamiert Bombenanschlag in St. Petersburg für sich

Epoch Times30. December 2017 Aktualisiert: 30. Dezember 2017 6:46
Die Terrormiliz IS hat den Anschlag auf einen Supermarkt in St. Petersburg mit 14 Verletzten für sich reklamiert. Der selbstgebaute Sprengsatz war in einem Schließfach in dem Supermarkt platziert worden.

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat den Anschlag auf einen Supermarkt in St. Petersburg mit 14 Verletzten für sich reklamiert.

Der Anschlag in der russischen Metropole vom Mittwoch sei von einer „Gruppe“ mit Verbindungen zum IS verübt worden, heißt es in einer Erklärung, die am Freitag vom IS-Propagandaorgan Amaq verbreitet wurde.

Der selbstgebaute Sprengsatz war in einem Schließfach in dem Supermarkt platziert worden. Die Detonation ereignete sich, als viele Russen wegen der Vorbereitungen auf den Jahreswechsel und das orthodoxe Weihnachtsfest am 7. Januar unterwegs waren.

Auf am Donnerstag veröffentlichten Bildern einer Überwachungskamera aus dem Supermarkt war ein Mann in einer Kapuzenjacke mit einem offenbar schweren Rucksack zu sehen, der den Supermarkt anschließend ohne den Rucksack wieder verließ. Das Nationale Antiterror-Komitee (NAK) übernahm die Ermittlungen. Russlands Staatschef Wladimir Putin stufte den Anschlag als „terroristische Tat“ ein und drang auf einen gnadenlosen Kampf gegen Attentäter.

Die russische Armee kämpft seit September 2015 im syrischen Krieg an der Seite von Staatschef Baschar al-Assad unter anderem gegen den IS. Damit rückte das Land verstärkt in den Fokus von Dschihadisten. Im April wurden bei einem Bombenanschlag in der U-Bahn von St. Petersburg 16 Menschen getötet, darunter der Attentäter. Zu der Tat bekannte sich eine Gruppe mit Verbindungen zum Al-Kaida-Netzwerk.

Mitte Dezember kündigte Putin einen Teilabzug der russischen Truppen aus Syrien an. Die russischen Sicherheitsbehörden erklärten anschließend, es sei eine Rückkehr von Dschihadisten nach Russland zu befürchten, nachdem die IS-Miliz praktisch alle ihre Gebiete in Syrien und im Irak verloren habe. (afp)

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