„Keines der Leaks kam von den Russen“: Clinton-Insider gab Wikileaks umstrittene Mails

„Keines der Leaks kam von den Russen“, sagt ein Assange-Vertrauter. Die Clinton-Emails, die vermeintlich von Russland geklaut wurden, um Donald Trump zum Wahlsieg zu verhelfen, habe ein Whistleblower der Demokraten an Wikileaks übergegeben.

Er selbst habe sie in einem Waldstück nahe Washington in Empfang genommen: Das sagt Craig Murray, ein britischer Ex-Botschafter mit Assange-Verbindung über die geleakten Podesta-Emails. In einer Exklusiv-Story der britischen „Daily Mail“ macht er deutlich, dass es sich nicht um einen russischen Hack handelte. Die Emails seien von einem Insider geliefert worden, der legalen Zugang zu den Dokumenten hatte.

Der Wistleblower sei „angeekelt von der Korruption der Clinton-Foundation“ gewesen. Und davon, wie Bernie Sanders aus den Präsidentschaftsrennen gekickt wurde, so Murray. Unabhängig davon ob die Russen nun das Democratic National Committee (DNC) gehackt hätten oder nicht – die auf Wikileaks veröffentlichten Dokumente stammten alle aus einer internen Quelle und wurden nicht gehackt, so der Diplomat. „Keines der Leaks kam von den Russen.“

Die geheime Übergabe der Mails habe in einem Waldstück nahe der American University in Washington stattgefunden. Die Person, die ihm die Dokumente überreichte, sei nur Mittelsmann gewesen, so Murray.

Murrays Schilderung kann nicht unabhängig bestätigt werden, steht aber im Einklang mit früheren Erklärungen von Wikileaks, schreibt die „Mail“.

Diese Skandal-Emails gelangten auf Wikileaks:

Die Emails aus dem Umfeld Hillary Clintons waren in zwei Schüben veröffentlicht:

Im Juli gelangte die interne Kommunikation des DNC nach außen. Diese Mails enthüllten die Machenschaften von Clinton-Unterstützern, die Bernie Sanders als Präsidentschaftskandidat verhindern wollten. Auch mögliche Konflikte und Missmanagement der Clinton-Stiftung wurden darin diskutiert.

Im Oktober wurden die „Podesta-Files“ auf Wikileaks veröffentlicht – Emails von und an Clintons Wahlkampfmanager. Diese zeigten Hillary Clinton sehr wallstreet-freundlich und käuflich – und damit ganz anders, als sie im Wahlkampf wahrgenommen werden wollte.

Murray sagt nun laut „Daily Mail“, dass die Podesta-Emails „für die US-Geheimdienste von legitimen Interesse“ seien, da sie Kommunikation mit Lobbyisten aus Saudi-Arabien und ausländischen Diplomaten enthalten.

Der Auslöser von #Pizzagate …

Was die „Mail“ nicht erwähnt ist „Pizzagate“ – die Verstrickung Podestas in offensichtlich pädophile Kreise, die in einer Washingtoner Pizzaria verkehren. Auch diese Bombe ließ Wikileaks im Oktober platzen. Einige der Mails, die sich Podesta und der Restaurantbesitzer schrieben, ergeben keinerlei Sinn – es sei denn als Code-Sprache von Pädophilen. Für die Demokraten war dies der eigentliche Super-Gau. Die FBI-Ermittlungen gegen Hillary Clinton wurden kurzzeitig wieder aufgenommen.

… und Fake News-Debatte

Es entstand eine internationale „Fake News“-Debatte. Diese Wochen fanden es auch die Tagesthemen nötig zu erklären, dass ein Pizzaladen nicht die Tarnadresse eines Pädophilen-Sexrings von Hillary Clinton sei.

Die Anschuldigung, Russland sei durch Hacking an die Emails gelangt und habe durch Wikileaks den US-Wahlkampf zugunsten Trumps beeinflusst, wird von den Demokraten seit Monaten aufrechterhalten. Seit einigen Tagen postuliert dies auch der US-Geheimdienst CIA – allerdings ohne Beweise dafür zu liefern.

Siehe auch:

Clinton warnt vor Gefahr durch „Fake-News“ im Internet – „Pizzagate“: Es gibt viele Hinweise auf Verbindung zu Pädophilenring

Wurde der Begriff „Fake News“ erfunden, um Phädophilenring um Clinton und „PizzaGate“ zu vertuschen?

VIDEO Assange: Clinton-Stiftung und IS aus gleicher Quelle finanziert – Trumps Wahlsieg wird nicht zugelassen