Lambsdorff: Cameron persönlich für Brexit verantwortlich

"Man kann nicht zehn Jahre lang auf Europa herumhacken und dann darauf hoffen, in sechs Wochen alles zu drehen. Die Wähler haben ein Gespür dafür", sagte der FDP-Politiker am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin".

Der Vizepräsident des Europaparlaments, Alexander Graf Lambsdorff, hat den britischen Premierminister Davin Cameron persönlich für den Ausgang des EU-Referendums in Großbritannien verantwortlich gemacht. "Man kann nicht zehn Jahre lang auf Europa herumhacken und dann darauf hoffen, in sechs Wochen alles zu drehen. Die Wähler haben ein Gespür dafür", sagte der FDP-Politiker am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin".

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter mit: "Die Nachrichten aus Großbritannien sind wahrlich ernüchternd. Es sieht nach einem traurigen Tag für Europa und Großbritannien aus." EU-Parlamentspräsident Martin Schulz erwartet, dass Cameron dem Entscheid der britischen Bevölkerung folgt: Er "erwarte, dass Cameron nächste Woche Art. 50 aktiviert". Damit würde Großbritannien offiziell seinen Austrittswunsch bekunden und eine zweijährige Periode einleiten, in der die Beziehungen zwischen der EU und dem Königreich getrennt werden.

(dts Nachrichtenagentur)

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