Merkel sichert Tschad Hilfe bei Bewältigung von humanitären Problemen zu

Deutschland werde zusätzliche 8,9 Millionen Euro bereitstellen, um bei der Bewältigung von Wasser- und Ernährungsproblemen zu helfen, sagte Merkel an der Seite des tschadischen Präsidenten Idriss Déby in Berlin.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dem Tschad angesichts der extremistischen Bedrohungen in der Region und der damit verbundenen Fluchtbewegungen Unterstützung zugesichert. Ein Blick auf die Landkarte zeige, dass der Tschad „umgeben ist von sehr konfliktreichen Regionen“ wie dem Gebiet um den Tschadsee, Libyen und dem Sudan, sagte Merkel am Mittwoch. In dem Land lebten über 700.000 Binnenflüchtlinge und Schutzsuchende aus anderen Ländern.

Deutschland werde zusätzliche 8,9 Millionen Euro bereitstellen, um bei der Bewältigung von Wasser- und Ernährungsproblemen zu helfen, sagte Merkel an der Seite des tschadischen Präsidenten Idriss Déby in Berlin. Déby habe darauf hingewiesen, dass nicht nur der Niger und Mali von der „irregulären Migration“ betroffen seien, sondern auch der Tschad ein Transitland sei. Deutschland schätze dabei „sehr hoch“, was der Tschad im Kampf gegen die Extremistengruppe Boko Haram leiste.

Déby sagte, die Angriffe von Boko Haram hätten zu einem „humanitären Desaster“ rund um den Tschadsee geführt. Es bestehe die Gefahr einer Verlagerung des Flüchtlingsproblems, wenn nur der Niger unterstützt werde. Nötig seien Hilfen für alle Länder der Sahelzone. Bei einem Besuch im Niger hatte Merkel am Montag umfassende Hilfe im Kampf gegen die illegale Migration angekündigt.

Débys Besuch in Berlin war der erste eines tschadischen Präsidenten seit der Unabhängigkeit des zentralafrikanischen Landes im Jahr 1960. Er traf in der Hauptstadt zahlreiche Vertreter von Unternehmen, um für Investitionen im Land zu werben. (afp)