Nach „Bombenunfall“: Syrien wirft USA geheime Absprache mit ISIL vor – Strategisch wichtiger Berg freigebombt

Der versehentliche Luftangriff auf syrische Stellungen durch die US-geführte Koalition war geplant, sagte die Präsidentenberaterin Baschar al-Assads in einem Interview mit “4 News”. Ein Bedauern seitens der USA könne sie nicht akzeptieren. Als Folge erklärte die syrische Armee die Waffenruhe für beendet.

Der US-Luftangriff auf syrische Stellungen am Flughafen von Deir Essor habe der Terrormiliz Islamischer Staat (IS, Daesh) gedient, so die syrische Präsidentenberaterin Bussaina Schaaban.

Bei dem Luftangriff auf syrische Stellungen waren am Samstag 90 Menschen ums Leben gekommen. Es habe sich um ein Versehen gehandelt und man bedauere die Opfer, so die US-geführte Koalition. 

Schaabans Worten nach habe sich die US-geführte Koalition mit dem Daesh jedoch abgesprochen. Gefragt, ob sie diesen Ausdruck des „Bedauerns“ der USA akzeptieren könne, antwortet die syrische Präsidentenberaterin: „Nein. Wir glauben nicht es handelt sich um ein Versehen“. Denn in dem Moment, als die IS-Soldaten das Gebiet einnahmen, wo vorher unsere Soldaten waren, beendeten die amerikanischen Flugzeuge das Bombardement.“ 

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Strategisch wichtiger Hügel vom IS eingenommen

Nach dem Vorfall gelang es den Dschihadisten einen strategisch wichtigen Hügel am Militärflughafen von Deir Essor unter ihre Kontrolle zu bringen, berichten die „Deutschen Wirtschafts Nachrichten“.

Die islamistischen Söldner würden sich auf eine großangelegte Operation in Aleppo vorbereiten, so der Sprecher des russischen Außenministeriums Igor Konashenkov gegenüber TASS am Sonntag. Demnach gebe es Bewegungen von Milizen um Kräfte in andere Stadtteile zu verlagern. Die Söldner würden die Feuerpause nutzen um sich neu zu formieren.

Selbst Russland sei zu dem Schluss gekommen, es habe eine geheime Absprache gegeben, erläutert Schaaban. Seit Beginn ihrer Intervention in Syrien würden die USA nicht gegen die Dschihadisten kämpfen, allein Russland täte dies, sagte sie. Wie in Libyen und dem Irak ginge es nur darum, die Infrastruktur des Landes zu zerstören. Der Westen wirft dagegen der russischen Luftwaffe vor, weniger die Dschihadisten zu bombardieren, als die „moderate“ Opposition gegen Assad.

Schaaban versicherte aber, die Regierung bleibe der geltenden Waffenruhe mit den Rebellen verpflichtet. Die Feuerpause, die von den USA und Russland ausgehandelt worden war, läuft noch bis Montagabend, war jedoch zunehmend brüchig. Laut Aktivisten gab es am Sonntag erstmals seit Beginn der Waffenruhe vor sechs Tagen wieder Luftangriffe auf die Viertel der Rebellen in der nordsyrischen Großstadt Aleppo.

„Assad steht auf der Seite des Volkes“

Zu Vorwürfen wie das Werfen von Brandbomben und Chlorgas durch die Regierung auf die syrische Bevölkerung sagt Schaaban: „Entschuldigung bitte, aber ich bin doch diejenige die in Syrien lebt“. Assad würde an der Seite des syrischen Volkes stehen. Um westliche Falschmeldungen kümmere sie sich nicht.

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