Nächste Pleite für die USA: Saudi-Arabien kooperiert mit Russland

Beim Kampf gegen den Islamischen Staat verzeichnen die Russen immer neue Erfolge. Deshalb ändert Saudi-Arabien jetzt auch seinen Syrien-Kurs. Statt einen Heiligen Krieg gegen Russland in Syrien zu führen, stellen sich die Saudis, neben dem Iran, dem Irak und China nun auch auf die Seite der Russen.

Nicht nur die USA sondern auch seine Verbündeten wie Saudi Arabien haben sich gegen die russischen Luftangriffe in Syrien ausgesprochen. Die Saudis unterstützen syrische Rebellengruppen die gegen den Syrien Führer Baschar al-Assad kämpfen. Deshalb zeigten sich die Saudis mit den russischen Luftangriffen Anfangs nicht einverstanden. Es wurde sogar der Heilige Krieg gegen die Russen in Syrien ausgerufen.

Aber die Erfolge die Russland bei der Bekämpfung des Islamischen Staat in kurzer Zeit erzielen konnte, ließen die Saudis nun trotz Meinungsverschiedenheiten ihre Position ändern. 
Der russische Präsident Wladimir Putin traf sich am Sonntag in Sotschi mit dem neuen saudischen Verteidigungsminister Mohammed bin Salman al-Saud. Es war der zweite Russland-Besuch von Salman al-Saud binnen weniger Monate. Nach dem Treffen sagte der saudische Außenminister Adel al-Dschubeir, dass sein Land für einen Dialog zwischen der syrischen Regierung und der Opposition und eine Übergangsregierung eintreten würde, berichten die Deutschen Wirtschafts Nachrichten
Somit ist es nicht mehr das vorrangige Ziel der Saudis Assad zum Sturz zu bringen, sondern die Dschihadisten zu bekämpfen. 
Dies bestätigte Russlands Außenminister Sergej Lawrow. Nach dem Treffen sagte er, dass die beiden Seiten übereinstimmten, den terroristischen Kalifat zu verhindern.
Bei den Gesprächen mit den Saudis, konnte Russland auch deren Befürchtungen zerstreut, die Russen würden sich in Syrien zu eng mit dem Iran abstimmen. Moskau versicherte al-Dschubeir, dass es zur Zeit nur um die Bekämpfung der radikal-islamistischen Terrormiliz gehe.

Kein Heiliger Krieg gegen die Russen

Die Zugeständnisse der Saudis sind beachtlich, da nur wenige Tage zuvor saudische Geistliche zum Heiligen Krieg gegen die Russen in Syrien aufgerufen hatten. 
Die Geistlichen richteten sich mit ihrem Aufruf hauptsächlich an syrische sunnitische Extremisten: "Die Heiligen Krieger von Syrien verteidigen die ganze islamische Nation. Vertraut ihnen und unterstützt sie … denn wenn sie besiegt werden, Gott bewahre, wird ein sunnitisches Land nach dem anderen fallen“, heißt es in der Erklärung der 53 Geistlichen. 

In der theokratischen Monarchie ist seit dem Tod des Königs ein Machtkampf ausgebrochen. Doch anscheinend ist es der derzeitigen Regierung gelungen die Geistlichen davon zu überzeugen, dass ein Heiliger Krieg gegen die russische Armee kein guter Plan wäre. 

Russisches Eingreifen bringt Erfolge

Im Kampf gegen den Islamischen Staat kooperiert Russland nun mit dem Iran, dem Irak, China und Saudi-Arabien. Die USA und Israel werden von den Russen mit Details über die Luftschlägen in Syrien versorgt. Frankreich hat sich auch auf die Seite Russlands geschlagen und unterstützt Putins Vorgehen. 
Seit Beginn der russischen Luftschläge in Syrien, gibt es laufend neue Erfolgsmeldungen im Kampf gegen die Dschihadisten. 
Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtet von Erfolgen in der El Grabh Ebene, schreibt "DWN". Anscheinend ist es der syrischen Armee gelungen kurz vor die Autobahn Latakia-Aleppo und zur türkischen Grenze durchzubrchen. Beim Luftwaffenstützpunkt Deir Ezzur hätte die syrische Armee auch einen Sieg errungen. 120 IS-Kämpfer wären dabei ums Leben gekommen, zitieren "DWN" iranische Medien. Weiters wurde auch von Erfolgen der syrischen Regierungsarmee bei Hama berichtet. (so)