Neue Russland-Sanktionen wegen Clinton-Niederlage: Obama plant Strafe für „Einmischung“ in Wahlkampf

Weil er Russland für die Niederlage Hillary Clintons verantwortlich macht, will US-Präsident Barack Obama nun neue Sanktionen gegen Moskau verhängen. Grund dafür sind die angeblichen Hackerangriffe, mit denen sich die Russen in den US-Wahlkampf eingemischt haben sollen.

Die Behauptung stammt vom CIA, der bisher keine Beweise dafür vorlegte: Russland soll sich durch Angriffe auf Computernetzwerke der US-Demokraten in den Präsidentschaftswahlkampf eingemischt haben, um Donald Trump zum Sieg zu verhelfen. Deshalb plant der scheidende US-Präsident Barack Obama nun neue Sanktionen gegen Moskau als eine seiner letzten Amtshandlungen. Das berichteten Insider anonym laut CNN.

Die Obama-Regierung wolle möglicherweise schon am Donnerstag eine Reihe von Schritten verkünden, so die “Deutschen Wirtschafts Nachrichten”. Auch erweiterte Sanktionen und diplomatische Maßnahmen könnten dazu zählen. Solche Pläne hatte zuvor bereits die Washington Post berichtet.

Obama wollte die Behauptungen der CIA durch die CIA überprüfen lassen und ein Ergebnis noch vor Donald Trumps Amtseinführung vorlegen. Der neue US-Präsident wird am 20. Januar vereidigt. Auch die neuen Sanktionen gegen Russland müsste Obama noch vor diesem Datum in Kraft setzen. Donald Trump hat bereits angekündigt, dass er die Beziehungen zu Russland normalisieren will.

Was stand in den Emails?

Nach einer Reihe von Wikileaks-Veröffentlichungen waren einige für die Demokraten unangenehme Dinge publik geworden – wie zum Beispiel, dass Hillary Clintons innerparteilicher Gegner Bernie Sanders durch Manipulation aus dem Rennen ausschied, sowie der Kindersex-Skandal “Pizzagate”, der Clintons Wahlkampfmanager John Podesta betrifft. Wikileaks bestritt den Vorwurf, dass die Leaks durch einen russischen Hack zustande kamen. Auch Russland wies den Vorwurf als “Unsinn” zurück.

Gegenüber der britischen “Daily Mail” sagte ein Wikileaks-naher britischer Ex-Diplomat, er selbst habe die Daten mit den Tausenden Insider-Emails der Demokraten in Empfang genommen – und zwar in einem Waldstück bei Washington D.C. Das Material stamme von einem Mitarbeiter der Parteizentrale, der legalen Zugang zu den Informationen hatte und “angeekelt” gewesen sei, über die Korruptheit der Clinton-Stiftung und den Wahlkampf-Rausschmiss von Bernie Sanders, der von mächtigen Clinton-Unterstützern eingefädelt wurde.

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