Nordkoreas Kim Jong-un: Geheimer Fluchtplan nach China enthüllt

Falls die USA Nordkorea angreifen, würde Diktator Kim Jong-un nach China fliehen und von dort aus Vergeltungsschläge durchführen.

Was würde Nordkoreas Machthaber tun, falls sein Land von den USA angegriffen wird? Laut dem britischen „Express“ sickerten aus Geheimdienstkreisen dazu einige Details durch.

Demnach besitzt Kim Jong-un einen Fluchtplan nach China.

Zwei kleine Flugzeuge stünden dauerhaft vollgetankt bereit, um ihn im Ernstfall auszufliegen. Einen Gegenangriff würde Kim dann von sicherem chinesischen Boden aus leiten, in Grenznähe zu Nordkorea, nahe dem Yalu-Fluss.

Mitnehmen würde Kim nur eine kleine Gruppe von Getreuen, darunter seine Frau und zwei Raketenexperten.

Ex-Botschafter verriet es

Die Details dieses geheimen Planes verriet Thae Yong-ho, der frühere Vize-Botschafter Nordkoreas in Großbritannien. Thae gehörte einst zum inneren Zirkel von Kim Jong-un, bis er sich vergangenes Jahr entschloss, in den Westen überzulaufen. Kims Fluchtplan gab er dabei an die Geheimdienste MI5 und CIA weiter, im Rahmen einer längeren Unterredung.

Bei einer Flucht würde Kim begleitet vom Leutnant General Kim Rak-gyom, dem Leiter der Raketenstreitkräfte. Außerdem vom Raketenwissenschaftler Kim Jong-sik. Aus nicht bekannten Gründen wurde der einstige Luftwaffen-General Pyong-Chol von der Flucht-Liste gestrichen.

Die Flugzeuge würden von einem der fünf Landeplätze abheben, die zu Kims Palästen gehören. Kim würde in einem Flugzeug sitzen, seine Frau in einem anderen. Ihr kleine Tochter fand keine Erwähnung.

Eine weitere Geheimdienstquelle bestätigte dem Express das beschriebene Szenario.

Chinas Rolle

Wie China sich in einem Kriegsfall verhalten würde, ist völlig unklar. Zuletzt rief es zur Mäßigung auf. Pikant ist der Umstand, dass Pekings kommunistisches Regime Nordkorea einst zum atomar-bewaffneten Störenfried hochrüstete, um einen Hebel gegen die USA in der Hand zu haben. Der Machterhalt der Kim-Familie hängt komplett von der Unterstützung gewisser Leute in China ab, auch wenn der amtierende Staatsschef Xi Jinping sich demonstrativ von Nordkorea abwendet. Mehr Hintergründe HIER.

Die USA ließen vor kurzem aufhorchen, indem US-Präsident Trump Nordkorea „mit Feuer und Wut“ drohte, sollten Provokationen  und Raketentests weitergehen.

Einige US-Beobachter verglichen Trumps verschärfte Nordkorea-Kommunikation daraufhin mit der Politik, die Ronald Reagan in den 80er Jahren gegenüber der Sowjetunion anwandte.

Interessant ist: US-Verteidigungsminister Mattis und Außenminister Tillerson nannten im  Wallstreet Journal ihre Strategie ausdrücklich eine „friedliche Druckkampagne“ mit dem Ziel, die koreanischen Halbinsel zu „denuklearisieren“.

Mehr dazu:

Warum Trump Nordkorea jetzt knallhart behandelt: Reagans Strategie der Stärke ist Vorbild

Nordkorea und China: Geheime Machtspiele mit Atomwaffen

Nordkorea lenkt im Atomstreit ein – nachdem China Warenimporte stoppte