Papst wirft Trump Unchristlichkeit vor, doch auch der Vatikan will keine muslimischen Flüchtlinge

Epoch Times, Samstag, 20. Februar 2016 15:11
Papst Franziskus warf dem US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump vor, er sei "kein Christ", weil er in der Flüchtlingskrise nur "Mauern" und keine "Brücken" bauen wolle. Doch selbst nimmt das Staatsoberhaupt des Vatikan auch keine muslimischen Flüchtlinge auf.
Vatikan-Mauer
Vatikan-Mauer
Foto: Dan Kitwood/Getty Images

Papst Franziskus fordert in der Flüchtlingskrise die Staaten auf, die Türen für die Schutzbedürftigen zu öffnen. Er selbst ist das Oberhaupt der katholischen Kirche und das Staatsoberhaupt des Vatikans. Der Papst hat damit die Befugnis darüber zu entscheiden wer in den Vatikanstadt einreisen darf und wer nicht.

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Unlängst verurteilte Papst Franziskus den republikanischen amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump mit den Worten: "Dieser Mann ist kein Christ. Eine Person, die nur daran denkt Mauern zu bauen, wo immer sie auch sein mögen, und nicht daran denkt, Brücken zu bauen, ist kein Christ. Das steht nicht im Evangelium."

Doch wie steht es um den Vatikan? Der Staat mitten in Italien ist selbst wie eine Festung von Mauern umgeben. Die Bischöfe innerhalb des Vatikans sprechen sich vehement gegen die Aufnahme von muslimischen Flüchtlingen aus, berichtet das "Schweiz-Magazin". Bislang wurden nur zwei Flüchtlingsfamilien vom Vatikan aufgenommen.

Der Papst, der als Staatsoberhaupt jeden Einwanderer in den Vatikan persönlich genehmigen muss, entschied sich für christliche Asylsuchende. Obwohl dort genug Platz für 100-200 muslimische Flüchtlinge wäre, so das Magazin weiter. Auch an den finanziellen Mitteln, um die notleidenden Menschen zu Versorgen, dürfte es dem Vatikan nicht fehlen... (so)

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