Paukenschlag: Anti-Fake-News Kampagne auf Facebook-USA gestartet

Facebook hat seine Anti-Fake-News-Kampagne in den USA gestartet. Die Kampagne erlebt eine starke Institutionalisierung. 40 Mainstream-Medien haben sich inzwischen zur Zusammenarbeit bereiterklärt.

Auf Facebook können nun Nachrichten von Nutzern als Fake-News gekennzeichnet werden – zumindest in den USA. Damit wurde die Anti-Facebook-Kampagne auf Facebook eingeleitet. Dies berichtet „Russia Today“.

Sieht ein Nutzer eine Nachricht als fragwürdig an, kann er sie entsprechend als „Fake“ markieren. Daraufhin wird die Nachricht von Experten spezieller Unternehmen überprüft. Dabei unterziehen sie die Nachricht einem Fakten-Check. Sollten sich die Bedenken des Nutzers bestätigen, wird der rote Warnhinweis „Disputed…“ („…angezweifelt“) unter den Beitrag gesetzt.

Starke Institutionalisierung der Kampagne

Die Kampagne gegen sogenannte „Fake-News“ wird immer stärker institutionalisiert. Der 2015 gegründeten Google-Initiative First Draft Coalition traten weitere 40 Mainstream Medienunternehmen bei. Damit hat sich die Anzahl der teilnehmenden Medien verdoppelt.

Gemeinsam will das Mainstream-Bündnis gegen Falschmeldungen im Internet vorgehen. Auf diese Weise sollen Nachrichten als Fake-News identifiziert und deren Quellen verifiziert oder falsifiziert werden, wie der „Sputnik“ berichtet.

Zudem erklärt Facebook auf einer eigens dafür eingerichteten Hilfeseite das Verfahren. Medien wie Snopes.com und PolitiFact verpflichten sich als Unterzeichner dem sogenannten Factcheckers‘ Code of Principles (etwa: „Kodex für Fakten-Checker“). Dieser Kodex beinhaltet Grundprinzipien wie Unparteilichkeit und Transparenz bei der Beschaffung von Inhalten.

Die für Dezember 2016 angekündigte neue Funktion soll zunächst ausschließlich in den USA verfügbar sein. Noch immer ist unklar, ob es sie auch in anderen Ländern geben wird.

Siehe auch:

Wurde der Begriff „Fake News“ erfunden, um Phädophilenring um Clinton und „PizzaGate“ zu vertuschen?

Initiative gegen „Fake News“: Facebook engagiert „Correctiv“-Journalisten als „Wahrheitsexperten“

G+J fordert hohe Gegenleistungen von Facebook für Hilfe bei Kampf gegen Fake-News

Facebook-„Wahrheitsprüfer“ Correctiv will nur Alternativmedien auf „Fake News“ prüfen – Was wird als „Fake News“ gekennzeichnet?

„Fake News“: WDR-Chefredakteurin fordert Zensur von Facebook und Co. – Medienfrust auf Twitter

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