„Positiver“ Austausch – Kreml: Putin und Trump streben Beziehungen auf „Augenhöhe“ an

US-Präsident Trump und Russlands Präsident Putin hätten über das Atomabkommen mit dem Iran, die Lage in der Ukraine, den Nahostkonflikt, die Spannungen zwischen Nord- und Südkorea sowie die Handelsbeziehungen zwischen den USA und Russland gesprochen. Der Kreml bezeichnete das Gespräch als einen "positiven" Austausch.

US-Präsident Donald Trump hat am Samstag erstmals seit seinem Amtsantritt mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin telefoniert. In dem Gespräch hätten die beiden Staatschefs vereinbart, bilaterale Beziehungen auf „Augenhöhe“ anzustreben, teilte der Kreml mit. Zudem solle die Absprache zwischen den USA und Russland im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien verbessert werden.

Der Kreml bezeichnete das Gespräch als einen „positiven“ Austausch. Trump und Putin hätten über das Atomabkommen mit dem Iran, die Lage in der Ukraine, den Nahostkonflikt, die Spannungen zwischen Nord- und Südkorea sowie die Handelsbeziehungen zwischen den USA und Russland gesprochen. Das heikle Thema der US-Sanktionen gegen Russland sparten sie demnach aber aus. Trump hatte am Freitag erklärt, es sei noch zu früh, um über eine Aufhebung der Strafmaßnahmen zu sprechen

Zentrales Gesprächsthema war nach Angaben Moskaus der Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Trump und Putin hätten sich für eine „echte Koordination der russischen und amerikanischen Maßnahmen zur Zerstörung des IS und anderer Terrorgruppen in Syrien“ ausgesprochen. Trump hatte kürzlich erklärt, er stehe möglichen gemeinsamen Militäreinsätzen mit Russland gegen den IS offen gegenüber. Laut dem Kreml äußerten beide Präsidenten in dem Telefonat ihre Absicht, ein persönliches Treffen zu organisieren.

Trump hatte sich in den vergangenen Monaten wiederholt positiv über Putin geäußert und für eine engere Bindung an Russland plädiert. Putin war auch einer der ersten Staatschefs, die Trump zu dessen Wahlsieg im November gratulierten.

Trump telefonierte am Samstag mit einer Reihe von Staats- und Regierungschefs, unter ihnen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident François Hollande. (afp)