Putin: Europäische Leitmedien sind zu „Manipulationsinstrument für die öffentliche Meinung geworden“

Russlands Präsident Putin wirft den europäischen Leitmedien vor, ein "Manipulationsinstrument für die öffentliche Meinung geworden" zu sein. Putin kritisiert: "Engagierte Medien bevorzugen, ein entstelltes Bild der Ereignisse im Interesse einiger Weniger darzustellen".

Russland Staatschef Wladimir Putin beklagt, dass die europäischen Leitmedien zu einem „Manipulationsinstrument für die öffentliche Meinung geworden“ sind. Der „Informationskrieg“ sei bereits Alltag.

Putin äußerte diese Kritik in einem Glückwunschschreiben an die italienische Zeitung „La Stampa“ zu deren 150. Jahrestag.

„‘La Stampa‘ ist ein Musterbeispiel für traditionelle Werte des Journalismus“, zitiert „Sputniknews“ den Kreml-Chef. „Der Verlag gibt Menschen mit unterschiedlichen Ansichten das Wort, bietet gute Möglichkeiten für konstruktive Diskussionen“.

Putin kritisiert jedoch, dass „engagierte Medien bevorzugen, ein entstelltes Bild der Ereignisse im Interesse einiger Weniger darzustellen“. Fehlinformationen würden aber nicht nur das Schicksal einzelner Personen ruinieren, „sondern schreiben auch die politische Landschaft ganzer Staaten um“.

Die italienische Zeitung hatte im November einen Meinungsartikel von Wladimir Putin veröffentlicht. Der Text trug den Titel „Zeit, Russland zu vertrauen, gemeinsame Front gegen den Terror“ und stellte einen Auszug aus einer Putin-Rede, worin es hieß:

Die globale Wirtschaft kann die systemhafte Krise nicht überwinden. Dabei werden die Grundsätze des Rechtes sowohl in der Politik, als auch in der Wirtschaft ständig wie Spielkarten neu gemischt. Das, was man noch vor kurzem für die Wahrheit gehalten und zum Dogma erhoben hat, wird nun mitunter auf den Kopf gestellt“.