Russische Lufwaffe zerstört Bunker ranghoher IS-Anführer in Syrien – auch IS-„Kriegsminister“ getötet

Etwa 40 Terroristen des Islamischen Staates sollen durch einen russischen Luftangriff getötet worden sein. Dies verkündete das russische Verteidigungsministerium.

Die russische Armee hat bei einem Luftangriff in Syrien nach eigenen Angaben mehrere ranghohe Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) getötet.

Unter ihnen sei auch der als IS-„Kriegsminister“ bekannte Gulmurod Chalimow, teilte das russische Verteidigungsministerium am Freitag in einer auf Facebook veröffentlichten Erklärung mit. Getötet wurde demnach auch der Emir der Stadt Deir Essor, Abu Mohammed al-Schimali.

Der Luftangriff ereignete sich den Angaben zufolge bereits am Dienstag in der Umgebung von Deir Essor. Der Angriff auf einen Bunker habe einem Treffen von IS-Kämpfern gegolten, die über ihre Strategie hinsichtlich des Vormarschs der syrischen Armee beraten hätten. Rund 40 IS-Kämpfer seien getötet worden, darunter „vier einflussreiche Anführer“.

Chalimow ist ein ehemaliger Chef der Spezialeinsatzkräfte Tadschikistans und ließ sich unter anderem in den USA ausbilden. Im April 2015 verschwand er zunächst, einen Monat später verkündete er, sich dem IS in Syrien angeschlossen zu haben. Die USA setzten ein Kopfgeld in Höhe von drei Millionen Dollar (2,5 Millionen Euro) auf ihn aus.

Es gab bereits in der Vergangenheit Berichte über den Tod Chalimows. Das Innenministerium in Tadschikistan konnte die russischen Angaben über seine Tötung am Freitag zunächst nicht bestätigen.

Auf al-Schimali hatten die USA ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar ausgesetzt. Al-Schimali ist der Kampfname des aus Saudi-Arabien stammenden Dschihadisten, der eigentlich Tarek al-Dscharba heißt. Er wird beschuldigt, für den IS ausländische Kämpfer zu rekrutieren. (afp)