Russische Regierung: Alle Russen sollen die Türkei verlassen

Epoch Times, Montag, 15. Februar 2016 10:35
Die russische Regierung hat alle Russen aufgefordert, die Türkei zu verlassen. Am Wochenende haben die Präsidenten der USA und Russlands auf Initiative der amerikanischen Seite miteinander telefoniert. Nach Einschätzung des Kreml hatte das Gespräch einen offenen und sachlichen Charakter.
Das syrische Rote Kreuz beim Austeilen von Hilfspaketen, 13. Februar 2016
Das syrische Rote Kreuz beim Austeilen von Hilfspaketen, 13. Februar 2016
Foto: ABD DOUMANY/AFP/Getty Images

Die russische Regierung hat alle Russen aufgefordert, die Türkei zu verlassen. "Sputniknews" veröffentlichte, dass Regierungstruppen die Rebellen mit Unterstützung der russischen Luftwaffe von ihrer letzten großen Versorgungsroute nach Aleppo abgeschnitten haben.

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Wenn die syrische Armee diese Region völlig unter Kontrolle bekommt, wird die ganze syrisch-türkische Grenze von der syrischen Regierung kontrolliert - und das ist etwas, was Ankara nicht möchte.

Die Türkei plante mit den USA, eine Flugverbotszone entlang der Grenze einzurichten. Diese sollte die Kurden aufhalten und die Kämpfer des "Islamischen Staates" unterstützen, damit diese Aleppo einnehmen könnten, berichtet die Zeitung weiter.

Jedoch hat die USA Stellung bezogen - und zwar für die Kurden, die im Kampf gegen den IS deutliche Erfolge erzielt hätten.

Telefonate auf Obamas Wunsch

Am Wochenende haben Obama und Putin auf Initiative der amerikanischen Seite miteinander telefoniert. Nach Einschätzung des Kreml hatte das Gespräch einen offenen und sachlichen Charakter.

Im Mittelpunkt stand hauptsächlich die Lage in Syrien. Der russische Präsident drängte erneut auf die Notwendigkeit der Schaffung einer einheitlichen antiterroristischen Front unter Vermeidung von Doppelstandards.

"Weiterhin wurde die Notwendigkeit stabiler Arbeitskontakte zwischen den Verteidigungsministerien beider Länder betont. Dies würde helfen, den planmäßigen und erfolgreichen Kampf gegen den IS und andere Terrororganisationen besser zu organisieren" schreibt das Kaliningrad-Domizil. (ks)

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