Russland: Hunderte IS-Terroristen verlassen ungehindert umkämpftes Mossul

Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat verlassen nach Angaben Russlands die umkämpfte irakische Stadt Mossul ungehindert. Rund 800 Terroristen setzten sich demnach bereits nach Syrien ab.

Nach den Kämpfen im irakischen Mossul haben Hunderte Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat das Kriegsgebiet ungehindert verlassen, heißt es aus dem russischen Generalstab, berichtet „Sputnik“.

Die irakischen Streitkräfte und die von den USA angeführte Militärkoalition hätten zwar angegeben, die Stadt sei umzingelt, aber dennoch würden die Dschihadisten weiterhin in Richtung Syrien abwandern, beklagt der russische Generaloberst Sergej Rudskoj.

Schon seit Jahren belagern die IS-Anhänger die syrische Stadt Deir ez-Zor und liefern sich Kämpfe mit den dortigen Regierungstruppen.

Hunderte Zivilisten getötet

Die US-Militärkoalition hatten Mitte Februar eine Offensive gestartet, um die Dschihadistenmiliz aus ihrer letzten Hochburg im Irak zu vertreiben. Der IS hatte Mossul im Sommer 2014 unter seine Kontrolle gebracht.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind bei der Offensive zur Rückeroberung von West-Mossul zwischen dem 17. Februar und dem 22. März mehr als 300 Zivilisten getötet worden. Bei einem Vorfall am 17. März wurden demnach zahlreiche Zivilisten vermutlich durch einen Luftangriff der US-geführten Koalition getötet.

Einem UN-Sprecher zufolge hatten IS-Kämpfer zuvor mindestens 140 Menschen in einem Gebäude zusammengetrieben. Das irakische Verteidigungsministerium und die US-geführte Koalition leiteten Untersuchungen ein, um herauszufinden, wer für den Vorfall verantwortlich ist. (so/afp)

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