Islamisten-Angriff in Tschetschenien: Sechs russische Soldaten und sechs Terroristen getötet

Islamistische Terroristen in Tschetschenien haben nach Angaben der russischen Armee sechs Nationalgardisten getötet. Auch unter den Angreifern gab es Tote.

Bei einem Angriff islamistischer Terroristen in Tschetschenien sind am Freitag nach Angaben der Armee sechs russische Nationalgardisten und sechs Terroristen getötet worden.

Die Nationalgarde erklärte, der Angriff sei in den frühen Morgenstunden bei dichtem Nebel erfolgt. Die Soldaten auf dem Stützpunkt Naurski im Norden Tschetscheniens hätten den Angriff zurückgeschlagen. Außer den Toten habe es auch Verletzte gegeben.

Die im vergangenen Jahr gebildete Nationalgarde ist direkt dem russischen Präsidenten Wladimir Putin unterstellt. Sie hat den Auftrag, Grenzen zu schützen und Extremisten zu bekämpfen.

1994 marschierten russische Truppen erstmals in die Kaukasusrepublik ein, wo tschetschenische Rebellen für die Unabhängigkeit von Moskau kämpften. Der anschließende Tschetschenienkrieg dauerte bis 1996. 1999 folgte ein zweiter Einmarsch der russischen Armee, der bis 2009 andauerte.

Die Islamisierung der Rebellen nahm mit den Jahren zu, außerdem dehnte sich die Rebellenbewegung auf den gesamten Nordkaukasus aus. 2015 gelobte die dortige islamistische Aufstandsbewegung der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) die Treue. Die kaukasischen Islamisten sind seitdem ein wichtiger Bestandteil des IS in Syrien und im Irak. (afp)