Syrien-Offensive: Türkei will Kurden hinter Euphrat zurückdrängen – mit 20 weiteren Panzern

Seit gestern führt die Türkei offiziell Krieg in Syrien. Gestern ging es gegen die Terror-Miliz IS, heute gegen die Kurden, die hinter den Euphrat zurückgedrängt werden sollen.

Nur einen Tag nach dem die Türkei eine Großoffensive gegen den IS in Syrien startete, ist die türkische Armee mit weiteren 20 Panzern auf syrisches Territorium vorgedrungen. Man wolle die Kurden hinter den Euphrat zurückdrängen. Auch mehrere Krankenwagen und schwere Geschütze wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP über die Grenze gebracht, berichtet die „Welt“.

Jetzt gehe es darum, die Kurdenmiliz YPG über den Euphrat zurückzudrängen, sagte der türkische Ministerpräsident Yildirim in einem Fernsehinterview. Bis das verwirklicht sei, würden die Operationen weitergehen.

Der Verteidigungsminister Fikri Isik nannte zwei zentrale Ziele der Offensive: Die Regierung wolle die Grenze zu Syrien sichern und verhindern, dass die kurdische PYD – der militärische Arm der YPG – die Kontrolle über Dscharablus übernimmt. Die Türkei fürchtet, dass sich die eroberten Kurdengebiete nahe ihrer Grenze zusammenschließen und ein kurdischer Staat entstehen könnte.

Die Operation heißt demnach auch „Schutzschild Euphrat“. In der Umgebung des Grenzortes Dscharablus wurden Kampfjets, Panzer und Artillerie eingesetzt. US-Kampfflugzeuge hatten die Offenive am Mittwoch unterstützt. Die Freie Syrische Armee (FSA), Rebellen, die an der Seite der Türkei kämpfen, nahmen Dscharablus ein. Sie eroberten auch das Dorf Keklidscha, fünf Kilometer von Dscharablus und drei Kilometer hinter der türkischen Grenze gelegen, berichtete die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu.

Biden: „Kurden müssen sich auf Ostseite des Euphrat zurückziehen“

Gestern bezogen auch die USA eindeutig Stellung. Sie sind mit den Kurden, aber auch gleichzeitig mit Nato-Mitglied Türkei verbündet. Joe Biden schlug sich klar auf die Seite der Türkei in dem er sagte, die Kurden müssten sich auf die Ostseite des Euphrat zurückziehen, oder sie würden die Unterstützung der USA verlieren. Die „Zeit“ berichtete. Biden hielt gestern in Ankara eine überaus Türkei-freundliche Rede (siehe ausführlicher EPOCH TIMES-Bericht).

(rf)

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