Tillerson: Alle Optionen im Konflikt mit Nordkorea möglich – „Politik der strategischen Geduld am Ende angelangt“

Im Streit um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm hat US-Außenminister Rex Tillerson militärische Maßnahmen prinzipiell nicht ausgeschlossen. Die bisherige „Politik der strategischen Geduld“ gegenüber Pjöngjang sei an ein Ende gelangt.

Im Streit um Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm hat US-Außenminister Rex Tillerson militärische Maßnahmen prinzipiell nicht ausgeschlossen. Die bisherige „Politik der strategischen Geduld“ gegenüber Pjöngjang sei an ein Ende gelangt, sagte er nach Berichten südkoreanischer Sender in Seoul.

Man müsse neue Wege einschlagen. Alle Optionen lägen dabei auf dem Tisch, sagte er nach einem Treffen mit seinem Amtskollegen Yun Byung Se.

Bereits in Japan sagte der Außenminister laut „Washington Post“:  „Ich denke, es ist wichtig zu erkennen, dass die politischen und diplomatischen Bemühungen der letzten 20 Jahre, Nordkorea zu einer Denuklearisierung zu bewegen, fehl geschlagen sind.“

Die US-Geheimdienste und die US-Verteidigung gehen davon aus, dass Nordkorea bald in eine neue Runde von Tests ihrer Raketen- und Atomprogramme geht.

US-Behörden würden die Aktivitäten des Regimes sehr genau beobachten, berichtet „CNN“, wobei es Indizien für neue Aktivitäten in Nordkorea gäbe. Doch auch anhand von Spionage-Satelliten sei wenig zu erkennen, was Führer Kim Jong-un tatsächlich vor habe.

Oft täusche das Regime aber auch nur Aktivitäten vor, um die USA zu verwirren, sagen US-Behörden. Die jüngsten Indikatoren, so die Behörden gegenüber CNN, seien, dass Nordkorea eine Startausrüstung, die mit einem interkontinentalen ballistischen Raketen-Start verbunden ist, an einen neuen Ort gebracht habe. (dpa/mcd)

 

 

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