„Tötet Trump“-Slogans bei Universitätskrawalle: Trump bezeichnet Demonstranten als „professionelle Anarchisten“

US-Präsident Donald Trump bezeichnet gewalttätige Protestierende auf Twitter als "professionelle Anarchisten, Schläger und bezahlte Demonstranten". Die Meldung kam nach der krawallartigen Demonstration an der Hochschule im kalifornischen Berkeley.

US-Präsident Donald Trump hat mit harten Worten auf die gegen ihn gerichteten Proteste reagiert. Es handle sich um „professionelle Anarchisten, Schläger und bezahlte Demonstranten“, schrieb er am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Durch diese Proteste werde nur den Millionen von Wählern Recht gegeben, die dafür gestimmt hätten, „Amerika wieder großartig zu machen“, erklärte Trump unter Bezug auf seinen Wahlkampfslogan.

Konkret bezog sich der US-Präsident offenbar hauptsächlich auf die jüngsten gewaltsamen Proteste an der Universität im kalifornischen Berkeley. Die Proteste am Mittwoch hatten sich gegen einen geplanten, aber dann kurzfristig abgesagten Auftritt des Bloggers und Trump-Anhängers Milo Yiannopoulos gerichtet.

Demonstranten warfen auf dem Campusgelände Scheiben ein, setzten Holzpaletten in Brand und schleuderten Steine auf Polizisten. An den Wänden prangten Graffiti mit Slogans wie „Tötet Trump“, Protestierende randalierten auch in einer Bank. Sicherheitsbeamte erschienen in voller Kampfmontur und setzten Tränengas gegen die Randalierer ein.

Trump hatte kurz nach den Protesten damit gedroht, der Universität Bundesgelder zu streichen. Die Hochschule in Berkeley gehört zu den renommiertesten Bildungseinrichtungen des Landes. Rund die Hälfte der dortigen Forschung wird aus Bundesmitteln finanziert. (afp)