Trump: „Derjenige, der sagte, ich soll den FBI-Direktor feuern, ermittelt gegen mich, weil ich den FBI-Direktor gefeuert habe!“

"Derselbe Mann, der mir gesagt hat, ich soll den FBI-Direktor feuern, ermittelt gegen mich, weil ich den FBI-Direktor gefeuert habe!" schrieb US-Präsident Trump auf Twitter. Vizejustizminister Rosenstein hatte in einem Memo die Entlassung Comeys empfohlen.

US-Präsident Donald Trump hat nun selber erklärt, dass in der sogenannten Russland-Affäre gegen ihn persönlich wegen möglicher Justizbehinderung ermittelt wird.

„Gegen mich wird ermittelt, weil ich den FBI-Direktor gefeuert habe“, schrieb Trump am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Zudem übte Trump eine indirekte Kritik an Vizejustizminister Rod Rosenstein. Dieser hatte in einem Memo die Entlassung Comeys empfohlen, aber dann einen Sonderermittler in der Affäre eingesetzt.

„Derselbe Mann, der mir gesagt hat, ich soll den FBI-Direktor feuern, ermittelt gegen mich, weil ich den FBI-Direktor gefeuert habe!“ schrieb Trump.

Erneut beschrieb Trump die Ermittlungen und unaufhörlichen Attacken gegen seine Person als „Hexenjagd“. In einer weiteren Twitter-Botschaft erklärte er, trotz monatelanger Untersuchungen sei „keinerlei Beleg“ dafür gefunden worden, dass er illegale Absprachen mit Moskau getroffen habe.

Bisher war lediglich in US-Medien berichtet worden, dass die Untersuchungen von Sonderermittler Robert Mueller sich nicht nur auf die angebliche Beteiligung von Trump-Mitarbeitern an russischen Einmischungen in den US-Präsidentschaftwahlkampf fokussierten, sondern auch auf mögliche illegale Eingriffe des Präsidenten in die Ermittlungen zu diesen Vorgängen.

Es herrscht ein erbitterter Machtkampf in den USA

Wie nicht nur die jüngsten Trump-Botschaften zeigen, wird das Weiße Haus immer stärker durch die sogenannte Russland-Affäre absorbiert. Nach Trump beauftragte inzwischen auch sein Vizepräsident Mike Pence einen privaten Anwalt damit, ihn bei den Ermittlungen juristisch zu vertreten, wie ein Pence-Sprecher mitteilte.

Zugleich gerät Trumps Schwiegersohn und offizieller Berater Jared Kushner immer stärker unter Druck. Laut „Washington Post“ untersucht Muellers Team dessen finanzielle und geschäftliche Beziehungen.

All dies zeigt, welch ein erbitterter Machtkampf derzeit in den USA herrscht. (afp/so)