Trump lobt Bostoner Demo gegen Hass – Was steckt dahinter? (+VIDEO)

US-Präsident Donald Trump hat Demonstranten in Boston dafür gelobt, in Massen „gegen Bigotterie und Hass“ auf die Straße gegangen zu sein. Bilder der Demo zeigten ein aufgeheiztes Amerika.

US-Präsident Donald Trump hat Demonstranten in Boston dafür gelobt, in Massen „gegen Fanatismus und Hass“ auf die Straße gegangen zu sein. Gleichzeitig verlieh Trump auf Twitter seiner Hoffnung Ausdruck, dass Amerikas Volk als eines zueinanderfinden möge. Videos der Bostoner Demonstration zeigten, wie gespalten die amerikanische Gesellschaft ist: Die Stimmung war sehr aggressiv, es gab Gewaltausbrüche. (Siehe unten)

In weiteren Tweets lobte Trump die Arbeit der Bostoner Polizei und meinte, dass sich viele „Anti-Polizei-Agitatoren“ in Boston versammelt hätten. Auch viele Anti-Trump-Plakate waren auf Bildern zu sehen.

Auslöser: Mutmaßlich rechte Demo für „Redefreiheit“

Auslöser für die Bostoner Großdemo gegen Rassismus und Nationalismus waren die Ereignisse von Charlottesville und eine sehr kleine Demonstration gewesen, welche laut Angaben von deren Veranstaltern für „Redefreiheit“ eintrat und sich gegen die linksmotivierte Antifa positionierte.

Nur einige Dutzend Demonstranten versammelten sich unter einem Tempel in einem Park. Ihre Genehmigung ging nur bis 100 Personen. Die Polizei hatte Zäune aufgebaut hinter denen sich die mehr als 10.000 Gegendemonstranten versammelten. Nach nicht einmal einer Stunde wurde die Demo der mutmaßlich rechten Redefreiheits-Befürworter des „Free Speech Movement“ beendet, die sich in einer Mitteilung ausdrücklich von Gewalt und der „Normalisierung politischer Gewalt“ distanzierten:

Während wir daran festhalten, dass jedes Individuum Redefreiehit besitzt und dieses grundsätzliche Menschenrecht verteidigen, werden wir unsere Plattform nicht für Rassismus oder Fanatismus zur Verfügung stellen. Wir verurteilen die Politik von Vorherrschaft und Gewalt. Wir verurteilen die Taten, Aktiviätten und Taktiken der sogenannten Antifa-Bewegung. Wir verurteilen die Normalisierung politischer Gewalt.“

Weiter schrieb die Gruppe:

Wir werden Zeugen einer nie dagewesenen Welle von Zensur, die unser demokratisches System unterminiert. Wir beobachten zunehmend regelmäßige Vorfälle politischer Gewalt die benutzt werden, um politische Gegner zum Schweigen zu bringen. Wir werden Zeuge, wie unsere sozialen Online-Netzwerke sowohl progressive als auch konservative Inhalte löschen. Wir stellen uns jeder Form von Zensur entgegen. Wir glauben, dass der Weg, um gifitige Ideen und Ideologien zu Besiegen und Entwaffnen über Dialog und Vernunft führt – und dass der Versuch, Stimmen durch Mob-Gewalt oder juristische Schritte zum Schweigen zu bringen, den radikalen Elementen der Gesellschaft, die uns spalten, Vorschub leistet.“ (Original siehe unten)

US-Präsident Trump war nach den Ereignissen von Charlottesville stark in die Kritik geraten, er habe Rechtsextremismus relativiert. Bei einer Pressekonferenz hatte der US-Präsident gewaltbereite Linke als Auslöser der Krawalle benannt, ohne jedoch die Antifa direkt zu nennen. Laut einer Umfrage wussten 71 Prozent der befragten Amerikaner nicht einmal, wofür die Antifa steht, berichtete EPOCH TIMES in den USA. (mit dpa)

Polizei versucht Demonstranten zu bändigen

Mann zu Boden geschlagen, weil er weiße Menschen nicht pauschal verurteilt

Frau mit US-Flagge angegriffen

Originales Statement der Redefreiheits-Befürworter:

Screenshot /Twitter

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