Trumps Chefstratege: Presse soll „den Mund halten und eine Weile einfach nur zuhören“

Der Chefstratege im Weißen Haus, Stephen Bannon, beschrieb die Mainstream-Medien als die wahre "Oppositionspartei" in Land. Er warf ihnen vor, "dieses Land nicht zu verstehen". Sie begriffen bis heute nicht, "warum Donald Trump der Präsident der Vereinigten Staaten ist".

Der Chefstratege im Weißen Haus, Stephen Bannon, sagte in einem Donnerstag veröffentlichten Interview der „New York Times“, die Medien sollten „den Mund halten und eine Weile einfach nur zuhören“.

Der frühere Chef des Internetportals „Breitbart“ beschrieb die Mainstream-Medien als die wahre „Oppositionspartei“ in Land. Er warf ihnen vor, „dieses Land nicht zu verstehen“. Sie begriffen bis heute nicht, „warum Donald Trump der Präsident der Vereinigten Staaten ist“.

Wegen ihrer ständigen Fehleinschätzungen sollten die Medien „in Verlegenheit und gedemütigt sein“, so Bannon.

US-Medien hatten nach Donald Trumps Wahlsieg eine regelechte „Hetzjagd“ – so wie der Milliardär es nannte – gegen ihn gestartet. Russland habe den E-Mail Account von Rivalin Hillary Clinton gehakt und Wikileaks heikle Informationen zugespielt – und damit Trump zum Sieg verholfen, hieß es. Der Wahlsieg Trumps schockte die westlichen Medien. Die waren sich nämlich einstimmig sicher: Hillary Clinton gewinnt die Wahl!

Viele Vorwürfe, keine Beweise

Später berichteten die Medien, unter Berufung auf US-Geheimdienste, Russland verfüge über belastende Informationen über das Privatleben und die Finanzen des Immobilienmilliardärs. Demnach war Trump durch das heikle Material erpressbar – was die freundliche Haltung Trumps gegenüber dem russischen Staatschef Putin erklären sollte.

Darauf hin meldete sich US-Geheimdienstdirektor James Clapper und sagte, dass solche Informationen nicht von den US-Geheimdiensten an die Medien weitergegeben wurden. Er habe Trump darüber informiert, „dass dieses Dokument kein Produkt der US-Geheimdienste ist und dass ich nicht glaube, dass die Veröffentlichungen aus dem Innern der Geheimdienste kamen“, erklärte Clapper.

Die Medienberichte über die angeblichen russischen Informationen über Trumps Privat- und Geschäftsleben hatten großen Wirbel verursacht. In den Berichten war unter anderem von einem Sexvideo mit russischen Prostituierten in einem Moskauer Hotelzimmer von Trump die Rede – veröffentlicht wurde ein derartiges Video aber nicht.

Auch zu allen anderen Vorwürfen gegen Trump und Putin, wurden weder von den US-Geheimdiensten noch von den US-Medien jemals irgendwelche Beweise vorgelegt. (afp/so)

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