Türkei in der Krise: Türkischer Vize-Regierungschef Simsek wirbt um deutsche Wirtschaftshilfe

Nur wenige Wochen nach den Nazi-Vorwürfen aus der Türkei wirbt das Land nun um deutsche Wirtschaftshilfe: "Ich denke, dass die Zeit kommen muss, zu einer Normalität in den Beziehungen zurückzukehren", sagte der türkische Vize-Premier Mehmet Simsek der "Bild" (Montag).

Wenige Wochen nach den Nazi-Vorwürfen von Präsident Recep Tayyip Erdogan gegen Deutschland wirbt die Türkei wieder um deutsche Wirtschaftshilfe.

„Ich denke, dass die Zeit kommen muss, zu einer Normalität in den Beziehungen zurückzukehren“, sagte der türkische Vize-Regierungschef und Finanzminister Mehmet Simsek der „Bild“-Zeitung vom Montag.

Beim Treffen der G20-Finanzminister in Washington sei bereits wieder über Möglichkeiten diskutiert worden, der angeschlagenen türkischen Wirtschaft auf die Beine zu helfen. „Dafür brauchen wir Deutschland“, sagte Simsek dem Blatt.

Das einst rasante Wachstum unter Präsident Erdogan hat sich stark abgeschwächt. Der gescheiterte Militärputsch vom 15. Juli und die folgenden politischen Turbulenzen haben bei Investoren für Unsicherheit gesorgt. Eine Reihe blutiger Anschläge haben zudem ausländische Besucher abgeschreckt und den Tourismus einbrechen lassen, der früher für fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufkam.

Das Wachstum fiel 2016 mit 2,9 Prozent zwar besser aus als erwartet, doch wurde zur Berechnung eine neue, bei Ökonomen umstrittene Methode verwendet. Die Arbeitslosigkeit stieg 2016 auf 10,9 Prozent, die türkische Lira verlor seit dem Putschversuch massiv an Wert. (afp/dts)

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