US-Flugzeugträger bislang nicht zur Korea-Halbinsel unterwegs

Nach Angaben des Pentagons ist der Flugzeugträger "USS Carl Vinson" noch nicht in Richtung Nordkorea unterwegs. Eigentlich sollte der Flugzeugträgerverband zur Abschreckung nach Nordkorea geschickt werden.

Der Flugzeugträger „USS Carl Vinson“ ist offenbar noch nicht in Richtung Nordkorea unterwegs: Wie das Pentagon jetzt einräumte, war der Flugzeugträger, den die US-Regierung vermeintlich bereits vor einer Woche zur koreanischen Halbinsel entsandt hatte, bis Dienstag noch gar nicht dahin unterwegs.

Der Flugzeugträger, der von einem Kampfflugzeug-Geschwader, zwei Lenkwaffenzerstörern und einem Kreuzer begleitet wird, befinde sich vor der Nordwestküste von Australien, sagte ein Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums der Nachrichtenagentur AFP. Eine Aufnahme der US-Marine hatte den Verband am Wochenende vor der indonesischen Insel Java gezeigt.

Der Flugzeugträgerverband werde sich „innerhalb der nächsten 24 Stunden“ in Richtung der koreanischen Halbinsel in Bewegung setzen, sagte der Pentagon-Mitarbeiter. Die US-Marine hatte hingegen schon zehn Tage zuvor angekündigt, sie schicke die „USS Carl Vinson“ als abschreckende Maßnahme gegen Nordkorea in diese Richtung.

Verteidigungsminister James Mattis sagte dann zwei Tage später, der Flugzeugträgerverband sei „auf seinem Weg hoch“ zu der Halbinsel. Und Trump erklärte am Tag darauf: „Wir schicken eine Armada. Sehr mächtig.“

Diese Ankündigungen nährten weltweit die Sorgen, dass der Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm in eine militärische Konfrontation münden könnte. Die kommunistische Regierung in Pjöngjang reagierte auf die US-Drohungen bislang unnachgiebig. Der nordkoreanische Vizebotschafter bei der UNO sagte zu Wochenbeginn, sein Land sei bereit, auf „jegliche Art von Krieg“ seitens der USA zu reagieren.

Nordkorea hatte am Sonntagmorgen eine Rakete abgeschossen. Nach Angaben der USA und Südkoreas explodierte die Rakete unmittelbar nach dem Start an der Ostküste Nordkoreas, der Raketentest galt damit als gescheitert. (afp)