USA: 470 Verhaftungen wegen Pädophilie und Menschenhandel in Kalifornien

Dutzende Frauen und Kinder wurden vorletzte Woche in Kalifornien bei einer Großrazzia gegen Menschenhändler gerettet. Insgesamt gab es 474 Festnahmen.

Die Polizei von Los Angeles County erklärte am 2. Februar, dass sie insgesamt 28 Kinder und 27 erwachsene Opfer aus Sex-Sklaverei befreit habe. Etwa 176 Männer wurden verhaftet wegen Zuhälterschaft.

Insgesamt wurden 474 Personen verhaftet, so die Behörden. Man habe auch Kunden geschnappt, um zukünftige Vorfälle zu verhindern, berichtete „New York Daily News“.

Die „Operation Reclaim and Rebuild“, dauerte vom 26. Januar bis zum 28. Januar und es waren daran Bundes-, Landes- und lokale Strafverfolgungsbehörden und Task Forces beteiligt, darunter auch die Task Force für Menschenhandel der Region Los Angeles. Ermittler hatten sich online als Jugendliche ausgegeben, um Pädophile in die Falle zu locken.

Über 70 Prozent der Kinder, die ausgebeutet wurden, kommen aus Pflegefamilien oder Einrichtungen, sagte ein Sheriff laut „L.A. Times“. Doch weitere Opfer kamen aus allen Lebensverhältnissen, fügte er hinzu.

Kalifornien gilt als der US-Staat mit der höchsten Zahl Menschenhandels-Opfer. Im Jahr 2016 wurden 1.323 Fälle gemeldet.

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