Verbreitet CNN „Fake News“? – Angebliche Russland-Hacks mit Bildern von „Fallout 4“-Videospiel „belegt“

Haben US-amerikanische Leitmedien ein Glaubwürdigkeitsproblem? Ein Medien-Analyst sagt "ja". Nicht nur CNN, sondern auch andere Konzern-Medien wie die "Washington Post" beschuldigen Russland schon seit Monaten der Cyber-Angriffe. Russland habe die US-Wahlen mittels Hacker-Angriffe manipuliert und sich in das US-Stromnetz eingehakt. Jetzt versucht CNN mit Bildern aus dem Videospiel "Fallout 4" die angeblichen Hacks zu untermauern... Echte Beweise gibt es aber nicht.

In den US-Medien wird seit der Wahlniederlage von Hillary Clinton verstärkt von russischen Hacker-Angriffen in den USA berichtet. Die Anschuldigungen gegenüber Russland und dem russischen Präsidenten Waldimir Putin – er hätte persönlich etwas mit den angeblichen Cyber-Angriffen zu tun – konnten bislang nicht nachgewiesen werden.

Trotzdem stellen sogenannte Leitmedien wie CNN und die „Washington Post“ weiterhin Behauptungen über russische Hacker-Angriffe auf.

Der designierte US-Präsident Donald Trump kritisierte die Vorwürfe gegenüber Russland bereits mehrfach. Trump wies Russlands Beteiligung an den mutmaßlichen Hacks insgesamt zurück. Es gebe keine Beweise für russische Cyber-Angriffe.

Verbreitet CNN „Fake News“?

Internet-Nutzer haben nun entdeckt, dass der Nachrichtensender CNN Aufnahmen aus dem beliebten Videospiel „Fallout 4“ genutzt hat um russisches Hacken „nachzuweisen“. Das Material entspricht exakt dem Videospiel. CNN nutzte Ausschnitte aus „Fallout 4“ in der Berichterstattung zu Washingtons Entscheidung 35 russische Diplomaten auszuweisen – wegen Moskaus angeblicher Einmischung in die US-Wahlen.

User der sozialen Medien wiesen auf die Nutzung des Videospieles in der Nachricht hin – was eine Welle des Spotts hervorgerufen hat. Nicht nur wegen der Glaubwürdigkeit bezüglich der Hacks, sondern wegen der Glaubwürdigkeit des Senders insgesamt.

Der Medien-Analyst Lionel sagte im Interview mit RT: „Es ist nicht das erste Mal, dass der Sender Glaubwürdigkeitsprobleme hat.“ Nach dem Verschwinden der Malaysia Airlines, habe CNN darüber berichtet, dass die MH370-Maschine in einem Schwarzen Loch verschwunden sein könnte.

„CNN hat auch garantiert, dass Hillary Clinton [die US-Wahl] gewinnt. Es gebe eine 85-90 Prozentwahrscheinlichkeit, dass sie gewinnt“, kritisiert der Medien-Analyst die falsche Berichterstattung des Senders. Zudem habe eine CNN-Reporterin Trumps Konkurrentin Vorteile verschaffen wollen und Clinton vorab die Fragen einer Mediendebatte zugespielt.

Der Sender habe bereits viel von seinem „imaginären“ Image eingebüßt, so Lionel.

„Die Geschichte ist falsch!“

Auch die „Washington Post“ beschuldigt Russland der Hacker-Angriffe. Die Zeitung berichtete unlängst, dass russische Hacker in das Netzwerk von US-Stromversorgern eindrangen. (Siehe: USA behaupten: Russische Hacker drangen in Netzwerk von US-Stromversorger ein)

Tage später jedoch wurde der Bericht widerrufen. Die Hacks hätten nichts mit Russland zu tun gehabt, hieß es. Der Bericht wurde jedoch nur stillschweigend korrigiert, kritisiert Medien-Analyst.

„Die ‘Washington Post‘ hätte die Geschichte sofort wieder löschen können. Und eine Erklärung hinzufügen: ‘Tut uns Leid, war falsch‘. Was sie aber taten war, schrittweise eine kleine Veränderung hier, eine kleine Veränderung da, vorzunehmen. Sie retten ihre Schlagzeile. Das kann man alles mit Tools beweisen, die zeigen, wie sich eine Geschichte entwickelt hat,“ so Lionel.

Man müsse diese Dinge aber richtig verstehen: „Die Geschichte ist falsch!,“ betont der Analyst. Die Nachricht vermittle den Eindruck, dass „schändliche Gestalten im Kreml“ das elektrische Netz im Land ruinieren „und das ist falsch!“

 

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