Merkwürdig: Wer verschenkt in Österreich im großen Stil Smartphones an Flüchtlinge?

Epoch Times, Donnerstag, 3. September 2015 09:42
Merkwürdige Dinge und Beobachtungen der österreichischen Polizei: Im Erstgespräch bei den Behörden, bei dem die Polizei nicht anwesend sein darf, bekommt jeder Flüchtling ein nagelneues, teures Smartphone geschenkt.
Die beiden reichsten Männer der Welt: Bill Gates (L) und Carlos Slim (R) - Telekom Austria gehört Carlos Slim (Mexiko/Libanon) und von dort kommen die Smartphones, die an Flüchtlinge verschenkt werden.
Die beiden reichsten Männer der Welt: Bill Gates (L) und Carlos Slim (R) - Telekom Austria gehört Carlos Slim (Mexiko/Libanon) und von dort kommen die Smartphones, die an Flüchtlinge verschenkt werden.
Foto: Ronaldo Schemidt/AFP/Getty Images

UPDATE: EPOCH TIMES erhielt folgende Email von Telekom Austria:

Anzeige

"A1 Telekom Austria verschenkt KEINE Smartphones und SIM Karten an Flüchtlinge. Diese Behauptungen sind schlichtweg falsch!"

Darauf hin haben wir den Titel dieses Artikels geändert. 

Was passiert an Österreichs Grenzen? Die Schlepper fahren die Flüchtlinge in LKWs über die Grenze nach Österreich, werfen sie dann aus dem Lastwagen und fahren davon.

„Die Polizisten müssen dann in viel zu kleinen Mannschaftszahlen eiligst anrücken, um die orientierungslos herumlaufenden Flüchtlinge einzusammeln - auch zu deren eigener Sicherheit. Nur ist es für etwa 10 Beamte eine fast unlösbare Aufgabe, 50, 60 junge, fitte Männer einzufangen, die natürlich erst einmal vor der Polizei weglaufen.“

„Die in Sicherheit gebrachten Männer werden dann von der Polizei zu den Behörden zu einem Erstgespräch gebracht, bei dem die Polizei nicht anwesend sein darf. In diesem Gespräch bekommt jeder Flüchtlinge ein nagelneues, teures Smartphone geschenkt.

„Das sehr, sehr eigenartige daran ist, dass entgegen der unglaublich peniblen Legitimierung, die jeder normale Bürger zu erbringen hat (natürlich wegen Terrorbekämpfung!) die Flüchtlinge die Smartphones samt Simkarte bekommen. Ohne jede Legitimierung, ohne jedes Ausweispapier, Kontodaten, Wohnort ... ja ohne jeden nachweisbaren Namen. Und ohne, dass sie das bezahlen müssen.“ Quelle: querdenken.tv

Laut querdenken.tv handelt es sich bei den Smartphones und Sim-Karten um Produkte "der österreichischen Telekom A1".

Woher kommen die geschenkten Smartphones? Vom zweitreichsten Mann der Welt - Carlos Slim

Wem gehört die österreichische Telekom A1? Der Haupteigner ist Carlos Slim Helu, der mexikanische Multimilliardär und zweitreichste Mann der Welt (direkt nach Bill Gates). Er hat ein Vermögen von ca. 80 Milliarden US-Dollar.

Im aktuellen Ranking der wichtigsten Menschen der Welt von Forbes steht Carlos Slim an 14. Stelle.

Sein Biograf José Martínez beschreibt ihn als skrupellosen Eroberer, smarten Verhandlungsführer, politischen Strippenzieher. "Er kontrolliert alles, kauft alles, er ist die fünfte Macht im Staat und bleibt dabei stets im Schatten", formuliert die Politologin Denise Dresser

Das Imperium von Carlos Slim

Neben der Telekom Austria gehören ihm weltweit namhafte Unternehmen. Forbes errechnete, dass die Unternehmen der Holdinggesellschaften der Slim-Familie 2006 allein in Mexiko mehr als 5 Prozent der gesamten mexikanischen Wirtschaftsleistung erbrachten.

Im Zusammenhang mit den Smartphones, die an die jungen Männer an Österreichs Grenzen ausgegeben werden, ist vor allem die America Movil – Telecom-Gruppe interessant. Sie besteht u.a. aus Telmex, Telecom Austria, Carso Global - bekanntere Namen in Deutschland sind E-Plus, O2, Telefonica Deutschland bzw. die niederländische KPN (siehe unten, hier und hier).

Auf der Webseite der Telekom Österreichs erfährt man (Video siehe unten), dass acht Länder des Balkans, wie Kroatien, Serbien, Slowenien, Bulgarien, Mazedonien oder Weißrussland, dazugehören. Die Weltfläche, die der Telekom Austria erreicht, ist im Video zu sehen - sie sind in 70 Ländern vertreten.

Andere Unternehmen von Carlos Slim sind:
- Bronco Drilling/USA (Öl, Erdgas)
- Impulsona del Desrrollo yel Empleo/Mexiko (Energie, Bau)
- Grupo Financiero Inbursa/Mexiko (Finanzgesellschaft, hält Beteiligung an Citigroup)
- Independence News & Media/Irland (Medien in Irland, Australien Neuseeland, Südafrika)
- Grupo Carso/Mexiko (Immobilien, größte Telefonfirma, Handy- und Internetanbieter, Kaufhäuser, Restaurants, Bäckereien, Fliesenhersteller, Tabakfirmen, Versicherungen, Erdölzulieferer, Bergbaufirmen, Fluggesellschaften und Musikläden …)
- Immobilien Carso/Mexiko (Goldmann Sachs Tower, New York)
- Saks Incorp. USA (Saks Fifth Avenue)
- New York Times/USA
- Grupo Carso SAB (Beteiligungen an Shoppingcentern, Spitälern, Universitäten)
- Carlos Slim Foundation/Mexiko (Quelle1, Quelle 2)

Am besten in Zeiten der Krise investieren

Wie entstand dieses Imperium?

Der Vater vom Carlos Slim Helu floh 1902 aus dem südlichen Beirut / Libanon nach Mexiko. Er war ein Syrisch-Maronitischer Christ und eröffnete in Mexiko 1911 einen Laden namens La Estrella del Oriente (dt. Der Stern des Orients). Mit diesem machte er ein kleines Vermögen, das er nutzte, um Immobilien in Mexiko-Stadt zu erwerben. Er heiratete eine Tochter einer anderen reichen libanesischen Händlerfamilie und eines ihrer Kinder ist Carlos Slim.

Ein Kommentar aus dem Handelsblatt schrieb bereits 2013: "Der dubiose Mexikaner C. Slim Helu will die gewaschenen Mafiagelder der mex. Kartelle jetzt in Europa investieren. Die anglo-amerikanische Globalisierung macht's möglich ! Hoffentlich können die Staaten der EU sich davor schützen! Sonst gute Nacht Europa!" (Quelle)

Ein Interview aus dem Jahr 2010 mit Joel Kurtzman gibt einen ganz kleinen Einblick in das Denken dieses Unternehmers (Quelle: pdf):

Haben Sie das antizyklische Investieren von Ihrem Vater gelernt?

"Ja, am besten investiert man in Zeiten der Krise und der Revolution. Dann nämlich sind viele Dinge, die sonst sehr teuer sind, billig zu haben. Gerade während der Rezession haben wir jeweils starke Posi­tionen gehalten. Wenn man in einer Rezession steckt und die Konkurrenz nicht investiert, sind Sie nachher im Vorteil. Deshalb haben wir in Rezessionen auch nie verkauft."

Rekrutieren Sie die Chefs Ihrer diversen Tochterfirmen intern oder extern?

"Intern. Weil diese Leute die Philosophie unseres Konzerns kennen, die Vorstellungen und Konzepte. Und weil wir sie intern fördern, wissen sie, dass mir Koopera­tionen wichtig sind, ich will keine Abgrenzungen. Ich will nicht, dass wir uns intern bekriegen, wir kämpfen mit der Konkurrenz draussen. Oft habe ich gemerkt, dass Outsider nach ihrer Ankunft in unserem Unternehmen extreme Entscheide treffen, um auf sich aufmerksam zu machen. Das ist aber nicht immer produktiv, darauf verzichten wir gerne."

Bedeutet das: Wenn man nicht mehr weiß, wo man investieren soll (weil man zu viel Geld hat), dann erschaffe man eine Krise um dann besser investieren zu können?

An die Spitze seiner Firmen setzt er am liebsten Verwandte oder Libanesen, schreibt das Handelsblatt 2013. 

Forbes: Die Bedeutensten Menschen der Welt

Im aktuellen Ranking der wichtigsten Menschen der Welt steht Carlos Slim an 14. Stelle. Damit dürfte klarer werden, dass die Smartphones kaum aus Gutherzigkeit, sondern wahrscheinlich aus ganz anderen Gründen an die Flüchtlinge ausgegeben werden.

1. Wladimir Putin        2. Barack Obama         3. Xi Jinping         4. Papst Franziskus     5. Angela Merkel     6. Janel Yellen    7. Bill Gates    8. Mario Draghi    9. Sergey Brin / Larry Page     10. David Cameron    11. Abdullah bin Abdul Aziz Al Saud    12. Warren Buffett    13. Li Keqiang    14. Carlos Slim Helu

Noch einige weitere Persönlichkeiten zum Vergleich und zur Einordnung:

22. Mark Zuckerberg    23. Michael Bloomberg    26. Benjamin Netanyahu    32. Rupert Murdoch    33. Christine Lagarde      39. Larry Fink    40. Ban Ki-moon     44. Bill Clinton

Carlos Slim Helu – näher betrachtet

1902 floh sein Vater Khalil Salim Haddad Aglamaz, ein Syrisch-Maronitischer Christ aus dem südlichen Beirut / Libanon nach Mexiko. Dort eröffnete er 1911 einen Laden namens La Estrella del Oriente (dt. Der Stern des Orients) und machte ein kleines Vermögen, das er nutzte, um Immobilien in Mexiko-Stadt zu erwerben. Er heiratete eine Tochter einer anderen reichen libanesischen Händlerfamilie und eines ihrer Kinder ist Carlos Slim.

Carlos Slim arbeitete seit seinem 8. Lebensjahr im Geschäft mit und bezeichnete seinen Vater als seinen wichtigsten Lehrer in Management, Absatz und Finanzierung. Nach dem Tod des Vaters 1952 hinterließ er ein Vermögen, das als Grundlage für die Karriere diente. Es folgte ein Studium als Ingenieur und seit den 80er Jahren baute er sein eigenes Imperium auf.

"Geld, das das Unternehmen verlässt, verdunstet." Und: „Die Familie ist das Wichtigste.“

Diese beiden Grundsätze hat er von seinem Vater übernommen. 

Es begann mit Tabakladenketten, Apotheken, Restaurants und dem mexikanischen Teil der US-Einzelhandelskette Sears und Condumex (Hersteller von Autoteilen). Parallel gewann er immer mehr politischen Einfluss.

1990 privatisierte Mexiko die staatliche Telefongesellschaft Telmex und Slim erhielt den Zuschlag unter Einbeziehung von SBC Communications und France Telecom – er zahlte etwa 1,8 Mrd. US-Dollar, obwohl der Unternehmenswert auf 10 bis 12 Mrd. US-Dollar taxiert wurde.

Anschließend stiegen die Telefonkosten in Mexiko drastisch, die Qualität erhöhte sich nicht wesentlich. Die Privatisierung von Telmex ist für Globalisierungskritiker das Paradebeispiel einer gescheiterten, zu einem Monopol führenden Privatisierung.

Telmex ist heute das bei weitem größte private Unternehmen Mexikos und dominiert die Mexikanische Börse, deren Vizepräsident Slim auch eine Zeit lang war. Insbesondere im Mobilfunksektor – als America Movil - breitete sich das Unternehmen in Lateinamerika weiter aus.

In den letzten Jahren investierte Carlos Slim in den USA, darunter bei Philip Morris (heute Altria Group), OfficeMax und Saks, Apple, Televisa (Fernsehunternehmen), und letztendlich der New York Times

2012 kaufte Amerika Movil die ersten Anteile der Österreichischen Telekom, im Dezember 2014 besaß er bereits 59,7 Prozent.

Eine ähnliche Entwicklung ist in den Niederlanden zu befürchten, bei der Koninklijke KPN NV oder (englisch) Royal KPN NV (Königliche Post und Telefongesellschaft). Dort kauft sich Carlos Slim seit 1998 ein und hält 2012 29,8 Prozent. Die KPN ist ein börsennotierter niederländischer Telekommunikationskonzern, entstanden aus der Privatisierung des ehemaligen Staatsunternehmens PTT im Jahr 1998.

Wikipedia schreibt auch, dass Carlos Slim „den umstrittenen konservativen Orden der Legionäre Christi unterstützt und von deren kriminellen Gründer und Päderasten Marcial Maciel getraut wurde. Diese römisch-katholische Kongregation steht unter anderem wegen ihrer finanziellen Verstrickungen unter Beobachtung durch den Heiligen Stuhl.“ (ks)

Video: Telekom Austria Group - International Sales (englisch). In allen Ländern der Erde, die auf der Weltkarte dunkel markiert sind, agiert Telekom Austria. 



Anzeige