Weltweit gibt es nur fünf schuldenfreie Staaten

Weltweit sind noch fünf Staaten schuldenfrei: eine Spieloase, ein Paradies für Briefkastenfirmen, eine Ölinsel, eine Steueroase in Mitteleuropa und ein US-Militär-Stützpunkt im Pazifik.

Im März veröffentlichte fondsprofessionell.at, dass weltweit nur noch fünf Staaten nicht über ihre Verhältnisse leben. Sie sind schuldenfrei. Diese fünf sind Macau, die Britischen Jungferninseln, Brunei, Liechtenstein und Palau. Eine Spieloase, ein Paradies für Briefkastenfirmen, eine Ölinsel, eine Steueroase in Mitteleuropa und ein US-Militär-Stützpunkt im Pazifik.

1. Macau, Sonderverwaltungszone in China

Macau ist mit 556.783 Einwohnern (20.643,75 pro Quadratkilometer) das am dichtesten besiedelte Land der Welt und eines mit dem größten Wirtschaftswachstum weltweit.
Gesprochen wird oft noch portugiesisch oder kantonesisch, seine Einwohner haben mit 84,43 Jahren die höchste Lebenserwartung der Welt. Der Umsatz der Wirtschaft betrug 2013 45 Milliarden Euro mit einer Steigerung von 19 Prozent zum Vorjahr. Wirtschaftlich bedeutend für Macau ist die Herstellung von Feuerwerkskörpern und Textilien. Zentrale Einnahmequelle ist das Glücksspiel – etwa das Sechsfache im Vergleich mit Las Vegas – es ist der einzige Ort Chinas, wo das Glücksspiel legal ist.

2. Britische Jungferninseln

Unter diesem Namen sind 60 kleinere Inselgruppen der Karibik / Kleine Antillen, die jeweils fünf bis zehn Seemeilen voneinander entfernt sind, zusammengefasst. Sie sind ein Überseegebiet des Vereinigten Königreiches, jedoch selbstverwaltet. Auf den Inseln leben etwa 27.000 Menschen, offizielle Währung ist der US-Dollar. Es ist kein Visum zur Einreise notwendig, jedoch sollte man auf die Hurrikan-Saison achten.
Die Wirtschaft basiert stabil auf dem Tourismus und der Möglichkeit, Briefkastenfirmen zu gründen. Die Gebühren für die Gründung solcher Gesellschaften machen mehr als 50 % des Staatseinkommens aus. Etwa 400.000 Briefkastenfirmen waren Ende 2000 auf den Inseln registriert.

3. Brunei

Brunei ist ein asiatischer Staat auf der Insel Borneo/Kalimantan im Südchinesischen Meer mit einer Grenze zu Malaysia. Er ist seit dem 1. Januar 1984 unabhängig und lebt von großen Erdöl- und Erdgasvorkommen. Die Förderung liegt in den Händen der Firma Brunei Shell Petroleum, an der die Regierung mit 50 % beteiligt ist. Brunei befindet sich auf Platz 30 der am höchsten entwickelten Länder der Welt und vor Saudi-Arabien, Polen oder Malta. Brunei hat 422.675 Einwohner, gesprochen wird malaiisch.

4. Liechtenstein

Liechtenstein ist ein Fürstentum im Alpenraum Mitteleuropas und mit 62 Quadratkilometern der sechstkleinste Staat der Welt. Es hat 35.000 Einwohner, gesprochen wird deutsch, der Ausländeranteil beträgt 34 Prozent. Liechtenstein ist als Steueroase bekannt. Gemessen am BIP pro Kopf steht das Fürstentum mit knapp 137.000 Dollar an der Weltspitze.
Der Landesfürst Johannes Adam Ferdinand Alois Josef Maria Marco d’Aviano Pius Fürst von und zu Liechtenstein hat die Regierungsgeschäfte 2004 an seinen Sohn Alois übertragen. Die Regierung an sich besteht aus 5 Politikern. Liechtenstein unterhält kein Militär und – aber auch keine Geburtsabteilung

5. Palau

Palau ist ein Südseestaat in Mikronesien im Westen des Pazifik und besteht aus 356 Inseln, deren Hauptinsel Babelthuap ist. Nur elf der Inseln sind bewohnt. Sie waren spanische Kolonie, dann deutsche (von Kapuzinermönchen geleitet und katholisiert), dann japanisch, ab 1947 unter UN-Mandat mit US-Hoheit (als Gegenleistung verpflichteten sich die USA, über 15 Jahre ca. 480 Millionen US-Dollar in die Wirtschaft der Inseln zu investieren) und seit 1. Oktober 1994 unabhängig.
Die Palauer haben unbegrenztes Aufenthaltsrecht und Arbeitserlaubnis in den USA zur Unabhänigkeit erhalten, zum Austausch bekam die USA das Recht, die Inseln noch 50 Jahre militärisch zu nutzen. Palau erkennt die Volksrepublik China offiziell nicht an.
Palau hat rund 20.750 Einwohner und die Wirtschaft basiert auf Auslandsüberweisungen von Palauern, die in den Vereinigten Staaten arbeiten. Viele Unternehmen werden von japanischen und amerikanischen Geschäftsleuten gelenkt. Die wichtigsten Exportgüter sind Thunfisch, Kopra, Schalentiere, Kleidung, Handwerkskunst und Kokosnüsse. Die USA übernehmen weiterhin alle Verteidigungsaufgaben des Inselstaates.
Quellen: wikipedia (ks)