Cottbus: Erneut Gewaltfälle zwischen Ausländern und Deutschen

Minderjährige Syrer machen Cottbus unsicher. Brandenburgs Innenminister stoppte den Zuzug weiterer Asylbewerber in die Stadt. Die Polizeipräsenz wurde verstärkt. Doch gestern gab es wieder zwei Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Ausländern.

Nach zwei Messerangriffen durch minderjährige Migranten in Cottbus hat Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) den Zuzug weiterer Asylbewerber in die Stadt gestoppt.

Zudem wurde die Polizeipräsenz erhöht: Zehn Polizisten würden nun den Cottbuser Beamten unter die Arme greifen, wie ein Sprecher der Polizei Cottbus am Freitag gegenüber „Welt“-Online bestätigte.

Doch am Samstag kam es erneut zu Zwischenfällen zwischen Deutschen und Ausländern.

Private Geburtstagsfeier eskaliert

Am 20. Januar wurde die Polizei um 19:25 Uhr in eine Wohnung in der Burgstraße gerufen. Dort veranstalteten neun 16- bis 38-jährige Personen eine Geburtstagsparty.

Auf der privaten Feier kam es zu verbalen Auseinandersetzungen und einer wechselseitigen Körperverletzung zwischen einer 18-jährigen Deutschen und einem 18-jährigen Syrer, wie die Polizei Cottbus in einer Pressemitteilung bekannt gab.

Die Polizisten wurden beim Eintreten beschimpft. Eine Person rief „Ausländer raus“. Daraufhin erhielten die alkoholisierten Feiernden Platzverweise. Zwei Männer (19, 21) kamen dem nicht nach und wurden in Gewahrsam genommen.

Die 18-Jährige griff daraufhin einen Polizeibeamten an, auch sie wurde in Gewahrsam genommen und in die Polizeiinspektion Cottbus gebracht. Zur Beweissicherung wurde ein Atem-Alkoholtest (1,14 Promille) sowie eine Blutprobe durchgeführt. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen.

Den Grund für den Streit und den weiteren Verbleib des Syrers gab die Polizei in ihrer Meldung nicht an.

Fünf Deutsche und zwei Ausländer geraten aneinander

Um 22:30 Uhr des gleichen Tages kam es vor der Spreegalerie zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen fünf Deutschen und „zwei unbekannten ausländisch aussehenden Personen“, wie die Polizei Cottbus in einer weiteren Meldung bekannt gab.

Die Situation eskalierte und ein deutscher Mann schubste einen der beiden unbekannten Männer. Einer der beiden Unbekannten sprühte daraufhin Reizgas gegen zwei der fünf deutschen Männer (18, 29). Die beiden „ausländisch aussehenden Personen“ flohen daraufhin in unbekannte Richtung und ließen das Pfefferspray zurück.

Die Geschädigten lehnten eine ärztliche Versorgung durch Rettungskräfte ab. Auch in diesem Fall übernahm die Kriminalpolizei die weiteren Ermittlungen.

(as)

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