Wien: Kritik an Testpflicht für Kinder ab 6 Jahren – Bürgermeister verteidigt Entscheid

Obwohl in Österreich ab dem 1. Juli Lockerungen in Kraft traten, hat der Bürgermeister von Wien kurzfristig entschieden, das Testen von Kindern während der Sommerferien beizubehalten.
Titelbild
Bürgermeister von Wien: Michael Ludwig (SPÖ).Foto: HELMUT FOHRINGER/APA/AFP via Getty Images
Epoch Times6. Juli 2021

Die Corona-Tests für Kinder ab sechs Jahren sind in Wien Bedingung für Eintritte in Feriencamps, Schwimmbäder oder auch Restaurants.

Die Meinungen darüber, ob die Testpflicht bei Kindern sinnvoll ist, sind sehr unterschiedlich. Manche wollen ihre Kinder regelmäßig testen, damit sie an den Aktivitäten des öffentlichen Lebens teilhaben können und von Freunden und Mitschülern nicht ausgeschlossen werden, schreibt „Krone“.

Andere Eltern finden den Zwang zum Testen störend, zumal diese Regelung nur in Wien, aber in keinem anderen Bundesland angewendet wird. Sie fühlen sich in ihrer Bewegungsfreiheit und Spontanität eingeschränkt.

Kritik kommt auch aus dem Gewerbe

„Das ist eine Absage von Hunderten“, erklärt Wiens Gastro-Chef Peter Dobacak gegenüber der „Krone“. „Den Betrieben kommen die Familien abhanden, weil wir auch in den Lokalen keine Tests mehr anbieten können.“ Es muss eine praxisnahe Lösung geben, denn dieses Problem betrifft auch die Hotellerie.

Der Geschäftsführer von SOS-Kinderdorf, Christian Moser meint: „Ich fürchte, die Bedürfnisse von Kindern wurden bei den neuen Vorgaben der Stadt Wien nicht ausreichend geprüft und berücksichtigt“. Diese Anforderung sei eine enorme Strapaze für Tausende Kinder und ihre Eltern, findet Moser.

Die Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) kritisierte den Alleingang Wiens scharf. „Am Tag vor gut geplanten bundesweiten Öffnungsschritten einseitig die Regeln zu ändern ist völlig absurd.“ Es sei vollkommen unprofessionell und ein Schlag ins Gesicht von Unternehmern, die nun die kurzfristig getroffenen Regeln umsetzen sollten.

Bürgermeister: Lockdown im Herbst befürchtet

Bürgermeister Ludwig wird im Bericht von „ORF.at“ zitiert: „Wir machen das ja nicht aus Jux und Tollerei“. Er sei überzeugt, dass die Delta-Variante eine große Herausforderung darstelle.

An die Maßnahmen, die in Wien verordnet worden seien, hätten sich die Menschen schon gewöhnt. Das Virus habe keine Schulferien. Man fürchte bereits einen erneuten Lockdown im Herbst und wolle alles dafür tun, neuerliche Maßnahmen wie im letzten Herbst zu verhindern. Er wolle im Nachhinein nicht gefragt werden, ob die Politik den Sommer verschlafen habe, hält Ludwig fest.

Auch Gesundheitsstadtrat Hacker, Gesundheitsminister Mückstein und Bildungsminister Faßmann begrüßen den Entscheid des Bürgermeisters. Sie wollen das kontinuierliche Testen aufrechterhalten.

An COVID-19 erkranken die Kinder in den seltensten Fällen. Bisher wurden insgesamt 31 Kinder im Alter zwischen sieben und zwölf positiv auf Corona getestet, schreibt die „Krone“. (nw)



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