EU-Flaggen am Berlaymont-Gebäude, dem Hauptsitz der Europäischen Kommission in Brüssel.Foto: Zhang Cheng/XinHua/dpa/dpa

EU-Krisenkoordinator: Grenzkontrollen wegen Coronavirus sind Ländersache

Epoch Times24. Februar 2020 Aktualisiert: 11. März 2020 15:11
Mögliche Grenzkontrollen zur Eindämmung der Krankheit im Schengenraum liegen in der Kompetenz und Entscheidung der einzelnen Mitgliedstaaten, sagte der für Krisenkoordination zuständige EU-Kommissar Janez Lenarcic.

Im Schengenraum aus insgesamt 26 Staaten ist Reisen ohne Kontrollen der Normalfall. Mögliche Grenzkontrollen zur Eindämmung der Krankheit im Schengenraum liegen in der Kompetenz und Entscheidung der einzelnen Mitgliedstaaten, sagte der für Krisenkoordination zuständige EU-Kommissar Janez Lenarcic. Er forderte die Regierungen aber auf, alle Entscheidungen zum Kampf gegen den Virus auf Grundlage „einer glaubwürdigen Risikobewertung“ zu treffen sowie verhältnismäßig und abgestimmt zu handeln.

Die EU-Kommission hat die Schritte Italiens zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus begrüßt. Die italienische Regierung habe schnell gehandelt und „wirksame Strukturen, um in gut abgestimmter Weise auf diesen Ausbruch zu reagieren“, sagte Lenarcic am Montag in Brüssel. Er kündigte die Freigabe von 232 Millionen Euro an, um den weltweiten Kampf gegen den Virus zu verstärken.

WHO am Dienstag in Italien erwartet

Nach Angaben von EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides stimmte die Regierung in Rom einer Mission von Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) zu. Diese solle am Dienstag in Italien eintreffen. „Wir müssen diese Situation ernst nehmen“, sagte Kyriakides. Die EU-Bürger sollten aber „nicht in Panik verfallen“ und auf Desinformationen über die Krankheit hereinfallen.

Italien hatte sich zuletzt zum größten Herd des neuartigen Virus in Europa entwickelt. 165 Ansteckungsfälle wurden dort inzwischen nachgewiesen, mindestens vier mit dem Virus infizierte Patienten starben.

Die italienischen Behörden hatten am Wochenende drakonische Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ergriffen. Elf Städte im Norden wurden abgeriegelt, 52.000 Menschen stehen praktisch unter Quarantäne. Der berühmte Karneval von Venedig wurde vorzeitig abgebrochen. (afp)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion