Medizinischer Angestellter aus Südkorea im Gespräch mit einer Einwohnerin.Foto: Chung Sung-Jun/Getty Images

Wütende Südkoreaner starten Petition gegen Glaubensgemeinschaft

Epoch Times24. Februar 2020 Aktualisiert: 24. Februar 2020 12:41
Schuld an der Coranavirus-Epidemie Covid-19 in Südkorea ist nach Ansicht vieler Einwohner die christliche Glaubensgemeinschaft "Shincheonji Church of Jesus". Eine Anhängerin soll einen Virustest verweigert und so die Epidemie ausgelöst haben.

Südkorea ist nach China das Land mit den meisten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus – und schuld daran ist aus Sicht vieler Südkoreaner eine christliche Glaubensgemeinschaft. In einer Petition forderte daher bereits rund eine Million Menschen Südkoreas Staatschef Moon Jae In die Shincheonji Church of Jesus aufzulösen.

In dem auf der Website des Präsidialamtes veröffentlichten Aufruf heißt es, die „unmoralische Lehre“ der Glaubensgemeinschaft sei die Ursache für Südkoreas mehr als 830 Infektionen und sieben Todesopfer durch das neuartige Coronavirus. Am Sonntag rief Präsident Moon für das ganze Land die höchste Seuchen-Alarmstufe aus.

Eine 61-jährige Anhängerin der Shincheonji-Kirche hatte nach Behördenangaben Virustests zunächst verweigert und war weiter zu Gottesdiensten in der südlichen Stadt Daegu gegangen. In der mit 2,5 Millionen Einwohnern viertgrößten Stadt Südkoreas konnte sich der Erreger der Atemwegskrankheit Covid-19 auf diese Weise schnell ausbreiten – mit weitreichenden Folgen.

28.000 Menschen unter Beobachtung

Schulen wurden geschlossen, 28.000 Menschen in Daegu stehen wegen Virus-Verdachts unter behördlicher Aufsicht. Die übrigen Einwohner der Stadt wurden aufgerufen, möglichst zu Hause zu bleiben. Korean Air setzte ihre Flüge nach Daegu aus. Am Montag wirkte die Stadt wie ausgestorben, auf dem Bahnhof waren kaum Reisende zu sehen.

Nach Angaben der Behörden wurden rund 9300 Anhänger der Shincheonji-Kirche unter Quarantäne gestellt, sie dürfen ihre Wohnungen nicht verlassen. Mit hunderten weiteren Anhängern haben die Behörden bislang aber noch nicht Kontakt aufgenommen.  (afp)

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