Dunkle Nacht, dunkle Kapuze und Entführung durch eine dunkle Mafia in China

Von 13. Februar 2009 Aktualisiert: 13. Februar 2009 0:01
Mein Bericht über mehr als 50 Tage Folterung im Jahre 2007

Diese meine Worte werden eines Tages bekannt werden. Sie werden das wahre Gesicht des heutigen China zeigen. Sie werden das unvorstellbare Wesen und die Charakterzüge der „regierenden Partei“ in China offen legen. Natürlich werden diese Worte auch unangenehme und sogar bestürzte und verlegene Gefühle bei den globalen“ guten Freunden“ und „netten Partnern“ der heutigen Kommunistischen Partei Chinas (KPC) auslösen – falls diese globalen „guten Freunde“ und „netten Partner“ noch ein Gespür für den Wert von menschlichem Gewissen und Moral in sich haben.

Heute hat die plötzlich gut dastehende KPC nicht nur mehr und mehr globale „gute Freunde“ und „nette Partner“ gewonnen, sondern auch einen solchen perversen Slogan wie „China ist ein Land, das vom Gesetz regiert wird“ lauter und lauter verkündet. Beides wird sich katastrophal auf den Fortschritt und die Entwicklung der Menschenrechte des chinesischen Volkes auswirken.

Gegen acht Uhr am 21. September 2007 teilten die Behörden mir mündlich mit, dass ich zu einem Gespräch über „Umerziehung“ erscheinen sollte. Ich hatte den Eindruck, dass sich zu der Zeit ungewöhnliche Dinge ereigneten. Die Geheimpolizisten, die mir immer sehr dicht folgten, hielten sich weiter entfernt. Eines Tages ging ich die Straße hinunter und als ich um eine Ecke bog, kamen plötzlich sechs oder sieben Fremde auf mich zu. Plötzlich fühlte ich einen schweren Schlag im Nacken und fiel mit dem Gesicht auf den Boden. Irgendjemand riss an meinen Haaren und man zog mir sofort eine schwarze Kapuze über den Kopf.

Ich wurde zu einem Fahrzeug gebracht und hinein geschoben. Obwohl ich nichts sehen konnte, schien es mir, dass es zwei Bänke mit einem freien Raum in der Mitte hatte. Man legte mich in den Raum in der Mitte. Ich lag mit der rechten Wange auf dem Boden. Plötzlich stellte jemand seinen Stiefel auf mein Gesicht und hielt mich so am Boden fest. Ich spürte viele Hände überall an meinem Körper. Der Gürtel wurde herausgezogen und mit ihm fesselten sie meine Hände auf dem Rücken. Mindestens vier Leute stellten ihren Fuß auf mich, um mich am Boden zu halten.

Nach ungefähr vierzig Minuten zerrten die Männer mich aus dem Wagen. Meine Hose fiel mir bis auf die Knie und sie schleppten mich in einen Raum. Bis jetzt hatte noch niemand ein Wort zu mir gesagt. Jetzt zog man mir die Kapuze vom Kopf. Sofort fingen die Männer an, mich zu schlagen und zu fluchen. „°°°, das Datum für deinen Tod steht heute fest. Brüder, lasst uns ihm heute eine brutale Lektion erteilen! Prügelt ihn zu Tode!“

Dann schlugen vier Männer mit Elektroschockern auf meinen Kopf und ganzen Körper ein. Nur das Geräusch der Schläge und mein ängstliches Atmen war zu hören. Sie schlugen mich so hart, dass mein Körper anfing, völlig unkontrolliert zu zucken. „ Hör auf, uns etwas vorzumachen!“ schrie mich ein Mann an, von dem ich später erfuhr, dass er Wang hieß. Dann packte mich ein starker und sehr großer (1,90 Meter) Mann bei den Haaren und zog mich vom Boden hoch. Darauf schlug Wang fürchterlich auf mein Gesicht ein. „°°°, du bist es nicht wert, schwarze Kleidung zu tragen. Bist du ein Mafia-Führer? Zieht ihm alle seine Sachen aus!“

Alle meine Kleidungsstücke wurden mir ausgezogen und ich war völlig nackt. Wang schrie wieder und irgendjemand trat mir von hinten in die Beine und ich stürzte zu Boden. Der große Mann riss weiter an meinen Haaren und zwang meinen Kopf nach oben, so dass ich Wang sehen konnte. Dieses Mal sah ich fünf Leute im Raum. Vier der Männer hielten Elektroschocker in den Händen und der fünfte meinen Gürtel. „Hör zu, Gao! Die Onkels hier wollen dein Leben schlimmer als den Tod machen. Ich sage dir die Wahrheit: Das ist nicht nur eine Angelegenheit zwischen der Regierung und dir. Sieh auf den Boden! Kein einziger Wassertropfen ist dort. Nach kurzer Zeit wird das Wasser bis über deine Knöchel stehen. Und dann wirst du auch erfahren, woher das Wasser kommt.“

Während Wang das sagte, wurden die Elektroschocker auf mein Gesicht und den Oberkörper gerichtet. Dann sagte Wang: „Kommt, Männer, geben wir ihm die zweite Lektion!“ Daraufhin wurden die Elektroschocker auf meinem ganzen Körper aufgesetzt. Und mein Körper, mein Herz, die Lungen und Muskeln fingen an, unkontrolliert zu zucken. In Schmerzen wälzte ich mich auf dem Boden und versuchte, weg zu kriechen. Dann schockte Wang meine Genitalien. Als ich sie anflehte aufzuhören, lachten sie nur erneut und wandten noch mehr unglaubliche Foltermethoden an. Während Wang laut schrie, schockte er dreimal meine Genitalien. Nach ein paar Stunden dieser Folter hatte ich noch nicht einmal mehr die Kraft, sie anzuflehen, geschweige denn zu versuchen zu entkommen. Aber mein Geist war noch klar.

Wenn der Elektrostab mich berührte, spürte ich, dass ein starkes Zucken durch meinen Körper ging. Während ich zuckte, merkte ich, dass Wasser auf meine Arme und Beine tropfte. Ich merkte, dass es mein eigener Schweiß war. Jetzt verstand ich, was Wang mit dem Wasser gemeint hatte.

Die Folterer selbst schienen auch müde zu sein. Vor der Dämmerung verließen drei den Raum. „Wir kommen später zurück und geben ihm die nächste Lektion.“, sagte Wang. Die beiden im Raum Verbliebenen stellten einen Stuhl in die Mitte des Raumes, zogen mich hoch und banden mich auf dem Stuhl fest. Einer von ihnen hatte fünf brennende Zigaretten im Mund. Ein Mann stand hinter mir und der Mann mit den Zigaretten vor mir. Der Mann hinter mir packte mich bei den Haaren und zog meinen Kopf immer wieder nach vorn und nach hinten. Der andere Mann blies mir den Zigarettenrauch in die Augen und die Nase. Sie machten es mit größter Geduld. Nach einer Weile fühlte ich nichts mehr, nur noch, dass ein paar Tränen auf meine Beine tropften. Das Ganze dauerte zwei Stunden.

Dann kamen andere Männer, um die vorherigen zu ersetzen. Ich konnte nichts sehen, weil meine Augen geschwollen waren. Die neuen Männer fingen an zu reden: „Gao, kannst du mit deinen Ohren wirklich noch hören? Ich sage dir die Wahrheit, wenn ich sage, dass diese Männer Experten darin sind, Kerle von der Mafia fertig zu machen. Sie sind ganz Schlimme. Sie sind von den Behörden speziell und sorgfältig zu diesem Zweck für dich ausgesucht worden. Kannst du hören, wer ich bin? Mein Familienname ist Jiang. Ich bin dir nach deiner Entlassung im letzten Jahr nach Xinjiang gefolgt.“

„Bist du der aus der Stadt Penglai in Shandong?“ fragte ich.

„Ja, dein Gedächtnis ist noch gut. Ich habe dir gesagt, früher oder später wirst du zurückkommen. Als ich in Xinjiang gesehen habe, wie du dich benimmst, wusste ich, dass du zurückkommen würdest. Selbst auf die Polizei hast du herab geschaut. Sollten wir dir nicht helfen, etwas Besseres zu lernen? Du hast diesen Brief an die amerikanischen Kongressabgeordneten geschrieben. Schau dich an, du Verräter! Was würde dir ein amerikanischer Gebieter schon geben? Der amerikanische Kongress zählt nichts. Das hier ist China. Es ist das Territorium der Kommunistischen Partei. Dein Leben zu beenden ist genauso leicht wie eine Ameise tot zu treten. Wenn du es wagst, weiterhin deine dummen Artikel zu schreiben, muss die Regierung ihr Verhalten deutlich zeigen.

Hast du ihr Verhalten heute Abend gesehen?“ sagte Jiang langsam.

Ich fragte: „Wie können Sie zusehen, wie Chinesen geschlagen werden und wie chinesische Steuerzahler mit Taktiken der Mafia verfolgt werden?“

„Du bist einer, der geschlagen werden muss. Ganz im Innern weißt du das besser als alle anderen. Steuerzahler zählen nicht in China. Erwähne nicht den Begriff Steuerzahler.“

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Während er dieses sagte, kam ein anderer in den Raum. Ich erkannte Wangs Stimme. „Befasse dich doch nicht mit ihm durch Einsatz deiner Stimme. Gib ihm etwas Richtiges. Die Onkels haben zwölf Lektionen vorbereitet. Gestern Abend haben wir nur drei durchgeführt. Dein wichtigster Onkel redet nicht gern und du wirst sehen, dass du deine eigene °°° fressen und deine eigene Pisse trinken wirst. Ein Zahnstocher wird sich in deine Öffnung (Geschlechtsorgan) bohren. Erzähle bloß nichts über Folter durch die Kommunistische Partei; denn wir werden dir jetzt eine Lektion erteilen, die du verstehst. Du hast Recht, wir foltern Falun Gong. Das ist alles richtig. Um die Wahrheit zu sagen, die zwölf Lektionen, die wir dir jetzt erteilen werden, wurden an den Falun Gong ausgeführt. Ich habe keine Angst davor, wenn du weiter schreibst. Wir können dich zu Tode foltern, ohne dass dein Körper gefunden wird. Du stinkender Außenseiter! (das bedeutet: nicht aus Peking) Was glaubst du wohl, warum du überhaupt hier bist?“

In den folgenden Stunden der Folterung wurde ich mehrere Male ohnmächtig, denn ich bekam kein Wasser, nichts zu essen und schwitzte sehr stark. Ich lag nackt auf dem kalten Boden. Mehrere Male spürte ich, dass jemand kam, meine Augen öffnete und einen Lichtstrahl auf sie richtete, um festzustellen, ob ich noch lebte. Wenn ich zu Bewusstsein kam, roch ich den strengen Geruch von stinkendem Urin. Der Geruch haftete an meinem Gesicht, meiner Nase und meinem Haar. Offensichtlich – ich weiß nicht wann – hatte jemand auf mein Gesicht und auf meinen Kopf uriniert.

Diese Folter ging weiter bis ungefähr zum Mittag des dritten Tages. Ich weiß nicht, woher ich die Kraft hatte, durchzuhalten, aber irgendwie gelang es mir, mich von ihnen los zu reißen und ich begann, mit dem Kopf auf den Tisch zu schlagen. Ich schrie die Namen meiner beiden Kinder heraus (Tianyi und Gege) und versuchte, mich zu töten. Aber mein Versuch blieb erfolglos. Dafür danke ich dem allmächtigen Gott. Er war es, der mich rettete. Ich fühlte, dass Gott mich davon zurückhielt und mir das Leben gab. Meine Augen bluteten, weil ich den Kopf immer aufgeschlagen hatte. Schließlich fiel ich auf den Boden. Sofort setzten sich drei Leute auf mich. Einer auf mein Gesicht. Sie lachten. Sie sagten, ich hätte versucht mich zu töten, um ihnen damit Angst einzujagen. Sie sagten, das hätten sie schon zu oft gesehen. Dann setzten sie die Folterungen bis zum Abend fort. Mit meinen Augen konnte ich nichts mehr sehen. Jedoch konnte ich meine Folterer noch hören und nach dem Abendessen versammelten sie sich wieder.

Einer von ihnen kam und zog mich an den Haaren hoch: „Gao, hast du Hunger? Sag uns die Wahrheit!“

Ich sagte: „Ich bin sehr hungrig.“

„Willst du etwas zu essen? Sag uns die Wahrheit!“

Ich sagte: „Ich möchte etwas essen.“ Dann schlugen sie mir mehrere Male ins Gesicht, ein Dutzend Mal oder so, und ich brach wieder auf dem Boden zusammen. Ein Stiefel krachte auf meine Brust und der Elektroschocker traf mein Kinn. Ich schrie. Dann steckten sie den Elektroschocker in meinen Mund.

„Wollen wir doch einmal sehen, wie sich dein Mund von dem der anderen unterscheidet. Willst du essen? Du hast gesagt, du bist hungrig. Bist du es wert?“ Der Elektroschocker war in meinem Mund, aber er wurde nicht aktiviert. Ich wusste nicht, was sie wollten.
Wang sagte: „Gao, weißt du, warum wir deinen Mund nicht zerstört haben? Heute Abend wollen deine Onkels mit dir die ganze Nacht sprechen. Wir wollen, dass du über nichts sprichst, nur darüber, warum du ein Schürzenjäger bist. Du darfst nicht sagen, dass du keiner bist. Du darfst auch nicht sagen, dass es nur ein paar Frauen sind. Vergiss keine Details! Du darfst keine Details auslassen. Deine Onkels lieben es so. Wir haben genug geschlafen und genug gegessen. Jetzt bist du dran zu reden.“

„Warum hat er nicht geredet? Schlagt ihn, Brüder!“ rief Wang. Drei Elektroschocker fingen an, mich zu bearbeiten. Ich kroch in sämtliche Richtungen, um zu entkommen. Ich war immer noch nackt. Nach mehr als zehn Minuten zuckte mein Körper wieder unkontrollierbar.

Ich flehte sie an: „Ich hatte keine Affaire. Es ist nicht so, dass ich es nicht erzählen will.“ Ich hörte, wie meine Stimme zitterte.

„Wirst du allmählich blöde? Vielleicht bringen dich die Schocker zum Reden.“ Dann zogen zwei Männer an meinen Arme und drückten sie auf den Boden. Mit Zahnstochern stachen sie in meine Genitalien. Ich finde keine Worte, um meine Hilflosigkeit, meine Schmerzen und meine Verzweiflung auszudrücken. Wenn man erst an diesem Punkt angelangt ist, haben weder die Sprache noch die Gefühle die Kraft, das zu beschreiben. Schließlich erfand ich Geschichten und sprach über Affairen, die ich mit vier Frauen gehabt hätte. Nach nochmaliger Folterung musste ich beschreiben, wie ich mit jeder dieser vier Frauen Sex hatte. Bis zur Morgendämmerung des nächsten Tages quälten sie mich immer weiter.

Am frühen Morgen schleppten sie mich in einen Raum, in dem ich die Niederschrift meines Bekenntnisses über meine Affairen unterschreiben musste. „Wenn wir das hier bekanntmachen, dann wirst du in einem halben Jahr der °°° eines stinkenden Hundes sein,“ sagte Wang laut. (Nachdem ich entlassen worden war, erfuhr ich, dass am Tag nach der Folterung der Fragesteller namens Sun Huo meine Frau über „die Wahrheit“, die sie über meine Affairen wussten, informierte. Mein Frau entgegnete, das ginge ihn nichts an und sagte: „Ich vertraue Gao.“)

Nach dieser tagelangen Folter verlor ich oft das Bewusstsein und war nicht mehr in der Lage, den Ablauf der Zeit zu erkennen. Ich weiß nicht, wie viel Zeit vergangen war. Eine Gruppe bereitete sich darauf vor, mich weiter zu foltern. Ein anderer Mann kam herein und wies sie zurecht. Ich konnte hören, dass es der stellvertretende Direktor vom Amt für öffentliche Sicherheit Peking (PSB) war. Ich hatte ihn mehrmals vorher gesehen und hielt ihn für einen guten Menschen. Ich konnte ihn jedoch nicht sehen, weil meine Augen noch geschwollen waren. Mein ganzer Körper war zerschlagen und nicht wieder zu erkennen. Er war zornig über meinen Zustand. Er ließ einen Arzt holen, damit dieser mich behandeln konnte. Er sagte, er sei überrascht und entsetzt. Er sagte: „Diese Folter repräsentiert nicht die Kommunistische Partei.“

Ich fragte ihn: „Wer hat das angeordnet?“

Er gab keine Antwort. Ich bat darum, nach Hause zurück geschickt zu werden oder zurück ins Gefängnis. Er gab keine Antwort. Er brachte meine Folterer in den Raum und tadelte sie. Er befahl ihnen, Kleidung für mich zu kaufen und mir eine Decke und Essen zu geben. Er sagte mir, er würde sein Bestes versuchen, damit man mich nach Hause oder ins Gefängnis zurück schickte.

Sobald der Stellvertreter gegangen war, begann Wang zu fluchen und mich anzuschreien: „Gao, du träumst doch wohl nicht davon, ins Gefängnis zurück zu gehen? Nein, das ist zu einfach. Diese Chance wirst du nicht haben, so lange die Kommunistische Partei an der Macht ist. Denk erst gar nicht daran.“

Am gleichen Abend wurde ich an einen anderen Ort gebracht, aber ich weiß nicht wohin; denn ich hatte wieder eine schwarze Kapuze über dem Kopf. Dort wurde ich weitere 10 Tage lang unaufhörlich gefoltert. Dann setzten sie mir wieder die Kapuze auf und ich wurde in ein Fahrzeug gesteckt. Mein Kopf wurde gewaltsam zwischen meine Beine gesteckt und so musste ich für mehr als eine Stunde bleiben. Die Schmerzen waren so groß, dass ich es nicht mehr aushalten konnte und ich wollte sterben.

Nach einer weiteren Stunde und an einem anderen Ort wurde die Kapuze entfernt. Vier der vorherigen fünf Folterer waren nicht dort. Aber ich sah dieselbe Gruppe von Geheimpolizisten, die mich zu verfolgen pflegten.

Von da an hörten die körperlichen Folterungen auf, aber die seelischen Folterungen gingen weiter. Man teilte mir mit, der 17. Parteikongress habe begonnen und ich hätte abzuwarten, wie die übergeordneten Behörden meinen Fall beurteilten.

Während der Zeit suchten mich einige Beamte in meiner Zelle auf. Ihr Verhalten war milder und ich durfte mein Gesicht waschen und mir die Zähne putzen. Einige Beamte schlugen vor, ich solle doch meine Fähigkeiten zu Schreiben dazu nutzen, Falun Gong zu verfluchen und ich könnte das Honorar dafür selber festsetzen.

Ich antwortete ihnen, das sei kein technisches Problem, sondern ein ethisches. „Wenn das zu schwierig ist,“ schlugen sie vor, „dann schreiben Sie doch Artikel und singen darin das Lob auf die Regierung. Auch dann können Sie wieder bekommen, was sie verlangen.“ Schließlich machten sie folgenden Vorschlag: „Wenn Sie schreiben, was wir Ihnen angeben, dass Sie nach Ihrem Gefängnisaufenthalt gut behandelt worden sind und dass Falun Gong und Hu Jia Sie betrogen haben, dann wird alles gut. Andererseits – welche Möglichkeiten hätten Sie denn, um ihrem Leiden ein Ende zu setzen? Denken Sie doch an Ihre Frau und Ihre Kinder!“

Als Gegenleistung schrieb ich einen Artikel, darin hieß es, die Regierung habe meine Familie gut behandelt. Ich schrieb einen offenen Brief an den Kongress der Vereinigten Staaten und sagte, dass mich Falun Gong und Hu Jia betrogen hätten.

Bevor ich entlassen wurde, um nach Hause zurückzukehren, brachte man mich noch nach Xi’an. Ich musste Geng He (meine Frau) benachrichtigen. Am Tag des Herbstfestes verlangten die Behörden von mir, meine Frau zu benachrichtigen und sie zu beruhigen, da sie protestierte und versuchte, Selbstmord zu begehen, weil die Regierung ihre Familie so schlecht behandelte. Der Inhalt meiner Benachrichtigung wurde von den Behörden vorgeschrieben. (Später erfuhr ich, dass die Antwort meiner Frau auch arrangiert worden war). Zu der Zeit konnte ich eines meiner Augen immer noch nicht öffnen und da die Benachrichtigung mit der Schreibmaschine getippt werden musste, musste ich erklären, dass ich nicht schreiben könne, weil ich mir selbst eine Verwundung beigebracht hätte.

Mitte November 2007 kam ich nach Hause und erfuhr, dass meine Wohnung wieder durchsucht worden war, ohne dass ein einziges Dokument oder ein Durchsuchungsbefehl vorlag. In jenen mehr als fünfzig Tagen Folter hatte ich viele merkwürdige Gefühle. Manchmal hörte ich „Tod“ und manchmal „Leben“.

Nach dem 12. und 13. Tag meiner Entführung konnte ich die Augen teilweise öffnen. Ich sah, dass sich mein Körper in einem schrecklichen Zustand befand. Nicht ein Quadratzentimeter meiner Haut war normal. Sie war überall voller Blutergüsse und verletzt.

Als ich gefangen gehalten wurde, hatte ich jeden Tag eine ungewöhnliche Erfahrung, wenn es um das „Essen“ ging. Jedes Mal, wenn ich kurz vor dem Verhungern war, brachte man mir „Dampfbrötchen“ (Brot, das über Dampf gehalten wurde) und bot sie mir an. Wenn ich eins der drei berühmten Revolutionslieder singen würde, sollte ich etwas Brot erhalten. Mein größter Wunsch war, leben zu können bis es nicht mehr ging. Mein Tod wäre qualvoll für meine Frau und meine Kinder und gleichzeitig wollte ich meiner Seele keinen Schaden zufügen. Aber in einer solchen Umgebung hat menschliche Würde keine Macht. Wenn du diese Lieder nicht singst, wird man dich verhungern lassen und man wird dich weiter foltern. Also sang ich.

Als sie dieselbe Taktik benutzten, um mich dazu zu bringen, Artikel gegen Falun Gong zu schreiben, weigerte ich mich. Aber ich schloss einen Kompromiss, indem ich die Aussage niederschrieb, dass die Regierung mich nicht entführt und gefoltert und meine Familie gut behandelt habe. Ich unterschrieb dieses Dokument.

Während dieser mehr als fünfzig Tage wurden noch schrecklichere Taten begangen als die, die ich hier beschrieben habe. Solche Taten sind keiner historischen Aufzeichnung durch irgendwelche menschlichen Regierungen würdig. Aber die Berichte darüber werden uns in die Lage versetzen zu erkennen, wie weit die Führer der Kommunistischen Partei Chinas bereit sind, ihre schlimmen Verbrechen gegen die Menschheit zu begehen, um ihr illegales Machtmonopol zu schützen. Diese Taten sind so schmutzig und abstoßend, dass ich sie zu dieser Zeit nicht erwähnen will und sie auch vielleicht in Zukunft nie erwähnen werde.

Jedes Mal, wenn ich gefoltert wurde, drohte man mir immer wieder, ich würde wieder gefoltert, wenn ich irgendwann etwas über das sagen würde, was hier mit mir geschah. Sie sagten: „Das nächste Mal geschieht es vor den Augen deiner Frau und deiner Kinder.“ Der große, starke Mann, der an meinen Haaren zerrte, wiederholte folgenden Satz wieder und wieder an den Tagen, an denen ich gefoltert wurde. „Wenn du es wagst, das der Außenwelt mitzuteilen, ist dir der Tod sicher.“

Es wurde viele Male wiederholt. Diese brutalen, gewalttätigen Handlungen sind nicht rechtens. Diejenigen, die das gemacht haben, wissen es selbst in ihrem Innersten.

Zum Schluss möchte ich noch ein paar Worte sagen, die einigen nicht gefallen werden. Ich möchte die sogenannten globalen „guten Freunde“ und „guten Partner“, wie die chinesische kommunistische Partei sie nennt, daran erinnern, dass die immer größer werdende Brutalität und Kälte der Partei gegenüber dem chinesischen Volk das direkte Resultat der Besänftigungspolitik sowohl von euch als auch von uns (unserem eigenen chinesischen Volk) ist.

Gao Zhisheng

Geschrieben am 28. November 2007 in meinem belagerten Haus in Peking

Zur Veröffentlichung für die internationale Gesellschaft frei gegeben am 9. Februar 2009

(The Epoch Times)
(The Epoch Times)

 

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