Ein alter Revolutionär, seit fünfzig Jahren Parteimitglied, gibt öffentlich seinen Austritt aus der KPC bekannt

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Cao Bingyan erklärt seinen Austritt aus der KPC nach 50 Jahren Mitgliedschaft.Foto: Epoch Times
Von und 1. Mai 2005

Der heute über 70 Jahre alte Cao Bingyan ist Bewohner des Dorfes Dachang Zhuang in der Provinz Shandong (Stadt Liaocheng, Landkreis Shen, Gemeinde Shibali, Dorf Dachangzhuang). Mit 18 ging Cao Bingyan zur Armee und mit 22 Jahren wurde er Mitglied der KPC. Dieser alte Revolutionär mit einer 50-jährigen Mitgliedschaft hat sich heute entschieden die KPC zu verlassen, während die Gesamtzahl der Austritte bereits vor einer Woche eine Million überschritten hat.

Cao Bingyan hält sich zur Zeit im sogenannten Appell-Dorf in Peking auf. Hier leben einige Tausend Menschen aus ganz China zum Teil seit Jahren und unter ärmlichsten Bedingungen, die ihr Recht wahrnehmen wollten, beim zentralen Petitionsbüro in Peking ein Bittgesuch einzureichen und mit Gewalt daran gehindert wurden. Dort sagte Cao Bingyan zu seinem Freund: „Im Dorf Dachang Zhuang, wo ich wohne, wird das Leben der Bauern von Tag zu Tag schwerer. Die alten Revolutionäre, die einst inbrünstig der Partei folgten, haben ihr Vertrauen in die Partei verloren, nachdem sie zuviel gesehen und erlebt haben. Sie zweifeln mehr und mehr an der KPC, insbesondere nachdem die Reformen eingeführt wurden und die Wirtschaft sich öffnete; sie haben gesehen, wie die Parteimitglieder des Dorfes in eklatanter Weise die Gesetze missachten, wie sie Männer und Frauen mittels blanker Gewalt tyrannisieren und darüber hinaus Bestechungsgelder annehmen und Ähnliches mehr. Das Wesen der Partei hat sich verändert.

Gangster, korrupte Verbrecher, Diebe und solche, die Frauen entführen um sie dann als Handelsware zu verkaufen, sind der Partei beigetreten und wurden zu Dorfaufsehern. Sie missbrauchen ihre Stellung um die Menschen für sich zu gewinnen, vergeben Beamtenpositionen und sind nur noch auf ihre eigenen Vorteile bedacht; ob es den Bauern gut oder schlecht geht, interessiert sie nicht. Sie wollen nur das Land verteilen und den Gewinn einfahren, während die Bauern still vor sich hin leiden. Das kann ich einfach nicht akzeptieren.”

Am 22. Juni 2004 machte die Frau des Dorfaufsehers eine Szene und goss Cao Bingyan, der stets auf der Seite von Wahrheit und Gerechtigkeit stand, Kot über den Kopf. Der Kot lief in Bingyans Augen und über sein Gesicht, so dass er nichts mehr sehen konnte. Da nahm der Dorfaufseher Chang Xinhua seinen Gehstock und verprügelte ihn den Rücken und die Hüfte. Schließlich schlug der Aufseher Cao Bingyan mit dem Stock so heftig auf die Augen, dass er ohnmächtig auf der Straße zusammenbrach, das Gesicht voller Blut und Kot.

Nach dem Vorfall wurde Cao auf der Polizeistation in Liao vernommen und folgendes festgestellt: “Cao Bingyans Gesicht und sein rechtes Bein wurden durch schonungslose Gewalt verletzt.”(Vernehmungsdokument Nr. 04291) Der Dorfaufseher hatte vorsätzlich jemanden verletzt. Eine Bestrafung erfolgte allerdings nicht. Stattdessen wurde festgestellt, dass das Verprügeln von Menschen ‚angemessen und legal‘ war. Das war für Cao Bingyan der Anlass nach Peking zu gehen um dort eine Petition einzureichen. Als er jedoch sah, dass viele Menschen in Peking von Sicherheitskräften mit Gewalt an den verfassungsmäßig garantierten Appellen gehindert und grundlos zusammengeschlagen wurden und als er die ungesetzlichen Handlungen der Gesetzeshüter sah, war Cao Bingyan äußerst entmutigt. Nachdem er die wahre Natur der KPC begriffen hatte, traf er entschlossen die Entscheidung zum Austritt aus der Kommunistischen Partei Chinas, deren Mitglied er ein halbes Jahrhundert lang gewesen war.



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