Sind Walnüsse der Schlüssel im Kampf gegen Prostatakrebs?

Epoch Times7. April 2017 Aktualisiert: 7. April 2017 14:46
Neben dem gefährlichen Melanom, dem schwarzen Hautkrebs, ist Prostatakrebs der am häufigsten vorkommende Krebs unter den Männern in Amerika. Wissenschaftliche Studien belegen nun, dass eine Handvoll Walnüsse am Tag nicht nur das Prostatakrebsrisko senkt, sondern auch nachweislich Schutz gegen Herzinfarkt und zu hohe Cholesterinwerte bietet.

Die Prostata ist ein walnussgroßes Organ, das sich direkt unterhalb der Blase und vor dem Rektum befindet. Da es Flüssigkeit produziert, das einen Teil des Spermas bildet, ist es für die menschliche Reproduktion entscheidend.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass eine handvoll Walnüsse am Tag nicht nur das Prostatakrebsrisko senkt, sondern auch nachweislich Schutz gegen Herzinfarkt und zu hohe Cholesterinwerte bietet.

Neben dem gefährlichen Melanom, dem schwarzen Hautkrebs, ist Prostatakrebs der am häufigsten vorkommende Krebs unter den Männern in Amerika. Dies belegen die neuesten Statistiken aus den Zentren für „Disease Control and Prevention“ (CDC). Im Jahr 2013 wurden 176.450 neue Fälle von Prostatakrebs diagnostiziert, und etwa 27.681 amerikanische Männer starben an dieser weitgehend vermeidbaren Krankheit. Aber auch hier in Deutschland ist das Risiko für Prostatakrebs, insbesondere bei Männern ab 60, deutlich gestiegen. Umwelteinflüsse, Hormone im Trinkwasser, aber auch die Ernährung spielen hier eine maßgebliche Rolle, dass dermaßen viele Männer betroffen sind.

Frühere Studien haben bereits eine starke Verbindung zwischen Fettaufnahme und Prostatakrebs etabliert. Natürlich wird zwischen schlechten Fetten und guten Fetten unterschieden. Auch wenn Walnüsse eine hohe Anzahl an Fetten enthalten, so sind genau diese Fette aber erforderlich, um das Wachstum von Prostatatumoren zu minimieren, wenn nicht sogar zu bekämpfen.

Ein Forscherteam von der „University of California“ unter der Leitung von Wissenschaftler und Ernährungswissenschaftler Paul Davis hat die Gesundheit und Auswirkungen von Walnüssen für einige Zeit studiert. Sie sagen, dass die US-Regierung die ganze Zeit über den Fehler machte nur auf fettfreie Diäten zu setzen, in der Hoffnung das Herzinfarkt- und Krebsrisiko zu senken. Das ist nicht der richtige Weg. Man muss sehr genau zwischen guten und schlechten Fetten unterscheiden. Lange Zeit wurden allerdings nur Kalorien gezählt und das hat alle Fette ausgeschlossen.

„Walnüsse sind ein perfektes Beispiel. Während sie reich an Fett sind, treibt ihr Fett aber kein Prostatakrebswachstum an. In der Tat, Walnüsse tun genau das Gegenteil“, so die Rechercheergebnisse von Paul Davis.

Schon in früheren Arbeiten stellten Davis und sein Team fest, dass Walnüsse die Prostata-Tumor-Größe bei Mäusen reduzierten, aber die Frage blieb, ob es sich um die Nuss selbst, das Öl oder die Omega-3-Fettsäuren handelte, die für die tumorschrumpfende Wirkung verantwortlich sind. Ihre letzte Studie, die im „Journal of Medicinal Food“ veröffentlicht wurde, zielte darauf ab, herauszufinden, welcher Teil der Walnuss für die gesundheitlichen Auswirkungen verantwortlich ist.

Walnüsse bieten eine Vielzahl von gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen, die das Wachstum von Prostatatumoren verlangsamen können

Die ganze Walnuss ist wichtig, nicht nur das Omega-3 Fett an sich. Für ihre Studie fütterten die Wissenschaftler entweder ganze Walnüsse, Walnussöl oder ein Kontrollölgemisch mit dem gleichen Omega-3-Fettsäuregehalt von Walnüssen. Nach 18 Wochen fanden die Forscher heraus, dass Walnüsse und Walnussöl das Cholesterin senkten und das Prostatakrebswachstum verlangsamten. Die Omega-3-Kontrollgruppe zeigte jedoch keine positive Wirkung.

Das Team berichtete auch über einen niedrigeren Gehalt an insulinähnlichem Wachstumsfaktor 1 (IGF-1) in der Walnuss- und der Walnussölgruppe. IGF-1 ist ein Hormon, das sowohl mit Brust-und Prostatakrebs in Verbindung gebracht wird. Niedrigere Cholesterinspiegel haben auch dazu beigetragen, den Krebszellen ihre Nährstoffe zu entziehen, die sie benötigen, um zu wachsen.

Darüber hinaus wurde der Walnussverbrauch auch mit einem höheren Gehalt von Adiponectin und dem Tumorunterdrücker PSP94 und einer geringeren Ausschüttung von COX-2 festgestellt. Alles wichtige Faktoren um das Risiko von Prostatakrebs zu senken.

Während die Wissenschaftler die genauen Nährstoffe, die für die Anti-Krebs-Effekte verantwortlich waren, nicht herausfinden konnten, glauben sie an das Zusammenspiel von den einzelnen Komponenten wie Omega-3, Zink, Magnesium und Selen. Diese synergetische Wirkung von mehreren Komponenten in den Walnüssen ist dafür verantwortlich, dass Krebszellen nicht die Nahrung bekommen, um wachsen zu können. Die Kombination von mehreren potenten Phytonährstoffen, die sich in der Walnuss befinden, ist sogar in der Lage, Krebszellen abzutöten.

Sie stellten ferner fest, dass die gesundheitlichen Vorteile nicht auf eine Substanz festgemacht werden können und betonten die Bedeutung von mehreren Komponenten, die die Natur zu einer natürlichen und heilenden Nahrung zusammengefasst hat. Deshalb sind natürliche und ökologisch angebaute Lebensmittel so viel mehr als nur die Summe ihrer einzelnen Phytochemikalien.

„Wir haben gezeigt, dass es nicht die Omega-3- Fette alleine sind, aber es könnte eine Kombination der Omega-3- Fette mit all dem sein, was sonst in dem Walnussöl ist“, sagte Davis. „Es zeigt sich immer mehr, dass Ernährung sich auf mehreren Ebenen abspielt und nie auf eine Sache runtergebrochen werden sollte. Sie ist so viel vielfältiger.“

Während mehr Forschung und Studien erforderlich sind, weil Studien an Mäusen nicht unbedingt auf Menschen übertragbar sind, wie Davis zufügte, so ist jetzt aber schon eindeutig bewiesen, dass die Walnuss auch für den Menschen unverzichtbar ist. Keiner sollte sich von dem hohen Kaloriengehalt abschrecken lassen, denn eine Handvoll Walnüsse enthält: Ca. 482 Kalorien.

Aber diese Kalorien könnten lebenswichtig für Ihre Gesundheit sein.

(Übersetzt und bearbeitet von Jacqueline Roussety)

Quellen:

NaturalNews: Are walnuts the key to fighting prostate cancer? Researchers think so

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