Florian Hoffmann: Greta go home! Deutschland hat den Verstand verloren!

Von 12. August 2019 Aktualisiert: 12. August 2019 17:51
Ich denke, wir sind auf der Schlussgeraden. Politik und Mainstream-Medien haben sich so weit festgelegt, dass CO2-Vermeidung gesellschaftlich oberstes Gebot wird, rundherum gesetzlich verankert.

Das ist ein gesetzgeberischer Fehlschuss, der wohl an Fatalität mit der Politik der offenen Grenzen gleichzieht, oder sie sogar noch übertrifft.

Wir werden Opfer der Verwissenschaftlichung der Politik. Es gibt eine schöne Parallele aus dem Bereich der Wirtschaft. Dort hat sich die Politik ein Gremium geschaffen, die sie die „Wirtschafts-Weisen“ nennen. Das durchgehend habilitierte Expertenteam schreibt seit dem Jahr 1963 alljährlich Gutachten zur wirtschaftlichen Entwicklung und prognostiziert die künftigen Wachstumsraten, derzeit mit 0,9 Prozent Wachstum für das Jahr 2020, nachdem man ein paar Monate zuvor, basierend auf einem umfangreichen Zahlenwerk, noch 1,9 Prozent prognostiziert hatte.

Derlei Korrekturen sind nicht neu. Die Experten haben in der Vergangenheit meist falsch gelegen. Gebracht haben die Prognosen ohnehin nichts. Adenauer hatte das Gremium einst abgelehnt mit den Worten „Erhard, woll’n Sie sich ’ne Laus in ’n Pelz setzen?“

Nicht ganz so öffentlich, aber dafür politisch – unterstützt von „fff“ und der 16-jährigen Schwedin Greta Thunberg – umso effektiver sind die Experten vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), die man als die „Klima-Weisen“ bezeichnen könnte, die mit Rechenmodellen die Welt-Temperatur in Abhängigkeit zum CO2-Ausstoß prognostizieren: Je mehr CO2, desto höher die Welttemperatur.

Dass dieser Behauptung allein in den USA 31.000 Wissenschaftler (!) widersprechen, ficht die Klima-Weisen nicht an. Zudem haben sich ihnen im Juli in einem bestellten Sondergutachten die Wirtschafts-Weisen angeschlossen und konstatiert: „Die aktuelle Debatte bietet die historische Chance, die kleinteilige, teure und ineffiziente deutsche Klimapolitik so umzustellen, dass die Bepreisung von CO2 im Zentrum steht.“ Ziel ist ein einheitlicher CO2-Preis für Europa. Ein gelungener Schulterschluss der „Weisen“ für Wirtschaft und Klima.

Dabei ist das bisschen CO2 in der Luft für die Kühlung der Atmosphäre verantwortlich und nicht für die Erwärmung, s. u. Das Heizen ist Sache der Sonne. Jawohl, es ist unsere Sonne, die uns alle Energie liefert, die wir zum Leben brauchen. Wenn sie im Sommer unbarmherzig geradeaus auf uns hernieder brennt, dann wird gejammert, wenn sie uns im Winter schräg und schwach mit Licht versorgt, dann steigt in uns die Sehnsucht nach Mallorca und Marokko.

Sie knallt auf Erde und Meere und erwärmt sie, bringt Unmengen an Wasser zum Verdunsten, das in höheren Höhen zu Wolken komprimiert und dann irgendwo – meist über Land – abregnet. Das Sonnenlicht erwärmt nicht nur das Wasser, sondern auch das Festland. Dadurch erwärmt sich die darüber liegende Luft und lässt uns schwitzen – oder frieren, wenn sie zu wenig wärmt.

Ohne Wolken strahlt die Erde die Wärme sehr schnell ab, was wir aus wolkenlosen Nächten kennen. Eine vollständige, schnelle Abkühlung der Erde verhindert allerdings die Atmosphäre. Sie ist das ausgleichende Wärmepolster. Der Trick der Natur besteht darin, dass unsere Luft zu 99,9 Prozent aus Gasen besteht, die nicht „strahlen“, also nur durch Berührung Wärme annehmen und abgeben.

Weshalb ’nicht strahlen‘ bedeutend ist, ist einfach zu erklären: Wenn man aus dem Weltall mit einer Wärmekamera eine Stadt fotografiert, werden geheizte Gebäude oder Fahrzeuge auf dem Bild sichtbar, aber von der erwärmten Luft darum herum oder darüber sieht man nichts. Denn die Wärmestrahlen dringen ungehindert bis zur Wärmekamera vor, genauso wie das Sonnenlicht am Strand ungehindert von oben auf unsere Haut trifft.

Unsere Luft strahlt eben nicht. Es sind diese Elemente: Stickstoff, Sauerstoff und Argon (N2,O2,Ar), die nicht strahlen und aus denen sich die Atmosphäre maßgeblich zusammensetzt, dieses vergleichsweise dünne, wabernde, schützende Luftpolster, das die Erde ummantelt und auf ihr durch Anziehungskraft (Schwerkraft) festgehalten wird. Die Luft erwärmt sich in Erdnähe durch Berührung (Konvektion) und kühlt mit zunehmender Höhe durch die nach oben hin abnehmende Dichte ab. Dafür, dass auch die Atmosphäre Wärme ins unendliche Weltall abgibt, sind nicht N2,O2, Ar, sondern die Spurengase verantwortlich, die weniger als 0,1 Prozent der Atmosphäre ausmachen, allen voran das CO2 mit nur 0,04 Prozent. Gott sei Dank sind es so wenige Bruchteile eines Prozents, sonst würde die Atmosphäre zu sehr abgekühlt!

Mit Beginn des Industriezeitalters hat die Menschheit begonnen, in großem Umfang irdische Lagerstätten von Öl, Kohle und Gas zu fördern und mit diesen fossilen Rohstoffen zu heizen, zu fahren, zu fliegen und Fabriken zu betreiben. Die Anreicherung des CO2 in der Atmosphäre um circa 0,015 Prozent durch diese Aktivitäten hatte zur Folge, dass es in den letzten 4 Jahrzehnten (seit Beginn der Messungen) in der oberen Stratosphäre um 0,5 bis 1,0 Grad kühler geworden ist. Jawohl, kühler und nicht wärmer, weil eben durch den höheren CO2-Gehalt mehr Wärme abgestrahlt wird.

Leider hat die Wissenschaft noch einen anderen gravierenden Fehler gemacht: Als man im 19. Jahrhundert das Spurengas CO2 entdeckte, nannte man es Treibhaus-Gas, weil man erkannte, dass es – anders als Stickstoff, Sauerstoff und Argon – in der Lage ist, Wärme aufzunehmen und abzugeben, also zu „strahlen“. Da die Wissenschaftler erst nur dem Effekt der Aufnahme von Wärme (Treibhaus-Effekt) Bedeutung beimaßen, blieb seine eigentliche Klima-Aufgabe, nämlich die Erde ins Weltall hinaus zu kühlen, also Wärme abzustrahlen, verborgen.

Als man diese Komponente entdeckte, war es zu spät, weil der Begriff „Treibhausgas“ in der Wissenschaft schon etabliert war. Die Wissenschaftler hatten es in fahrlässiger Weise unterlassen, aus dem Begriff „Treibhaus-Gas“ den viel passenderen Begriff „Kühlhaus-Gas“ zu machen. Leider war mit der Falschbenennung die Grundlage für das politische Unglück gelegt. Im 20. Jahrhundert entdeckten die NASA und die UN den manipulativen Begriff für sich, und machten daraus eine Kampagne gegen das CO2 (es wird vermutet, um der Kernkraft den Weg zu ebnen …).

Bei der Verteufelung des CO2-Moleküls als Gift wurde dann auch noch völlig übersehen oder bewusst unterdrückt,

dass das Kohlenstoff-Atom im CO2 das Grundelement allen Lebens ist. Die Atmosphäre ist die wichtigste CO2-Lagerstätte der Erde, also das Rohstofflager des Lebens, also die Lebensquelle für Fauna und Flora. Alles Grün um uns herum reckt und streckt sich deshalb in die Luft, um von dort CO2 einzufangen. Die Atmosphäre ist zugleich sein Transport- und Verteilmedium. Das CO2 nutzt die Freiheit der Atmosphäre, den Kohlenstoff überall dorthin zu transportieren, wo er für das Pflanzenwachstum gebraucht wird, also praktisch überall hin, grenzenlos.

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Fazit: Das CO2 kühlt, die Atmosphäre gleicht aus, im Übrigen bestimmt die Sonne die Temperaturen und der Regen das Wetter.

Die Konsequenzen aus diesen Erkenntnissen sind:
• Wir haben für Nichts ganze Industrien stillgelegt
• Wir haben für Nichts schönste Landschaften und Meere zugespargelt.
• Wir haben für Nichts Dächer und Felder mit Fotovoltaik-Anlagen verschandelt.
• Wir haben unsere führende Rolle als Hersteller von Dieselmotoren aufs
• Spiel gesetzt
• Wir haben für Nichts unsere Rolle als führender Automobilhersteller der Welt gefährdet
• Wir sind dabei, unsere Landwirtschaft ruinieren zu lassen
• Wir haben unsere Kinder einer sinnlosen Klima-Religion ausgeliefert.
• Wir haben ganze Wissenschaftskategorien ideologisiert (Meteorologie, Geologie).
• Wir haben idiotische Fahrverbote „für den Klimaschutz“ erlassen.
• Wir haben ganze Regionen für die Gewinnung von Lithium zerstört.
• Wir haben in gigantischem Ausmaß Geld und Wohlstand vernichtet und damit unnötig Leid erzeugt
• e.t.c.

Ergo: Die gesamte Klimaschutz-Politik ist idiotisch. Die ganze Welt lacht zurecht über uns. Ein mehr als ausreichender Grund gegen die sogenannte Klimaschutz-Politik Widerstand zu organisieren. Eine Initiative könnte sich motivieren mit dem Slogan: Greta go home!

Florian Hoffmann ist Rechtsanwalt, Buchautor und Betreiber der Webseite www.eu-trust.org.

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.