Eine weitere Krise, ein weiterer Angriff auf die Freiheit

Was haben das Feuer in Quebec und die Corona-Pandemie gemein? Das sagt Ihnen Jeffrey A. Tucker.
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Starker Smog bedeckt die Skylines der Stadtteile Brooklyn und Manhattan in New York am 7. Juni 2023.Foto: Ed Jones/AFP via Getty Images
Von 13. Juni 2023

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Nun, am 7. Juni träumte ich von Zigaretten. Nicht, weil ich Verlangen danach hatte. Ich habe vor mehr als zehn Jahren mit diesem Zeug aufgehört und werde auch nie wieder damit anfangen. Der Auslöser für meinen Traum ist wahrscheinlich, dass ich mich fühle, als hätte ich gerade eine ganze Schachtel geraucht. Die meisten Menschen im Nordosten der USA ergeht es am 8. Juni ähnlich. Jeder hustet. Selbst den Vögeln scheint heute das Singen vergangen zu sein.

Der Grund dafür sind natürlich die Brände in Quebec. Ihr Rauch ist auf mysteriöse Weise bis nach Virginia vorgedrungen. In New York färbte sich der Himmel orange und war überall sonst grau. Bei einem Tennisspiel schien der Ball zwischen den Spielzügen in der Luft zu verschwinden.

Und natürlich sind die Masken wieder da. CNN sendet mit ihnen. Die Medien sind wieder bei ihrer bevorzugten Panikmache und Hysterie. Ausflüge wurden gestrichen. Viele Flüge wurden gestrichen. Der Broadway hat einige Vorstellungen abgesagt. Bleiben Sie zu Hause, bleiben Sie in Sicherheit, und das merkt man auch am geringen Verkehrsaufkommen auf den Straßen.

Erinnerungen an die Corona-Pandemie

Das Ganze erinnert in unheimlicher Weise an den März im Jahr 2020.

Damals war der Feind unsichtbar. Es war noch leichter, die Bevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen. Es funktionierte wahrscheinlich noch besser, weil niemand mit Sicherheit sagen konnte, wo der böse Erreger lauert. Vielleicht ist er an unseren Händen! Am besten 40 Mal am Tag waschen! Vielleicht ist der [Erreger] draußen oder doch drinnen oder in diesem Auto oder einfach auf den Sitzen! Desinfizieren Sie einfach alles!

Dieses Mal ist der Feind klar zu sehen. Auch an der Quelle gibt es keine Zweifel, auch wenn das Ganze bereits Fragen aufgeworfen hat, wie diese Brände alle auf einmal entstanden sind. Niemand glaubt heutzutage noch, was aus offiziellen Quellen kommt. So trifft der Verdacht, dass es sich um vorsätzliche Brandstiftung handeln könnte, auf gewisse Resonanz. Sagen wir einfach, dass man heutzutage nur noch schwer ein Fehlverhalten der herrschenden Elite ausschließen kann.

Und tatsächlich dauerte es nicht lange, bis das Weiße Haus den orangefarbenen Smog dazu genutzt hat, um seine Pläne zur Demontage der amerikanischen Industrie zu propagieren. [Die Regierung] schob alles auf den Klimawandel und dieser käme wiederum vom Autofahren der Menschen und der übermäßigen Nutzung fossiler Energieträger. Auf diesem Umweg haben sie es also geschafft, den Wohlstand als natürlichen Schadstoff hinzustellen.

Krisen als Instrument zur Freiheitsberaubung

Eine Krise soll man nicht ungenutzt verstreichen lassen, heißt ein Sprichwort.

Das ist alles sehr merkwürdig, denn bereits vor zwei Jahren sagte man mir: Ihr könnt COVID-19 vergessen, die nächsten Lockdowns werden wegen des Klimawandels verhängt. Sehen Sie, es ist eigentlich egal, was als Ausrede genommen wird. Das Ziel ist, den Menschen die Freiheit zu nehmen und dem Staat mehr Macht zu geben. Plötzliche Abriegelungen haben sich als äußerst wirksam erwiesen, um die Menschen an Tyrannei zu gewöhnen.

Und hier sind wir nun, noch haben wir keinen Lockdown, aber es geht in diese Richtung. [Dabei behaupten sie:] Es geht nur darum, Sie zu schützen!

Und schon sind die Trolle aktiv. Als ich [während der Pandemie] darauf hinwies, dass Abriegelungen und Masken einen Virus nicht aufhalten können, wünschten mir die Leute, dass ich COVID-19 bekomme und sterbe. Und als ich gerade heute Morgen meine Zweifel an den Motiven unserer Machthaber äußerte, erwiderten mir die Leute, ich solle hinausgehen, den Rauch tief einatmen und daran ersticken.

Die verrückte Logik der Eliten

Mit einer verrückten Logik wollen uns die Eliten weismachen, dass die Luft wieder sauber wird, wenn wir auf alles verzichten, das uns wert und teuer ist. Aber das stimmt so nicht. Die letzten Tage beweisen genau das Gegenteil. Wie das „Wall Street Journal“ schrieb, machen die Waldbrände gerade alle Regierungsmaßnahmen zur Verringerung der CO₂-Emissionen zunichte.

Mit anderen Worten: Wir können unseren Lebensstandard komplett ruinieren und dennoch gibt es weiter Brände. Das wird niemals aufhören; es sei denn, wir betonieren die ganze Welt zu. Und ich bin mir nicht sicher, ob die Umweltschützer, die sich über Kohlendioxid aufregen, mit dieser Lösung einverstanden sind.

Ihr Argument ist nicht der fossile Brennstoff. Es geht um die Natur und die reale Welt.

Dasselbe gilt für die Trans-Debatte. Diejenigen, die das menschliche Leben umgestalten wollen, vertreten etwas, das mit unserer Realität nicht vereinbar ist. Es richtet nicht nur gegen die menschliche Natur, sondern gegen das Wesen aller Dinge. Mittlerweile ist es so verrückt geworden, dass Menschen leugnen, dass Chromosomen und DNA [beim Menschen] typische Eigenschaften hervorbringen.

Der Plan zur totalitären Kontrolle durch Fanatiker

In Wirklichkeit ist das alles gegen die Natur und nur der Plan einiger Fanatiker zur totalitären Kontrolle.

Die Lektion, die wir offenbar noch nicht gelernt haben, ist ziemlich einfach. Manchmal passieren Dinge einfach, wogegen die Regierung nichts tun kann. Das gilt für Waldbrände, für Viren und jede andere Art von Gefahr. Der Einfluss der Regierung darauf ist begrenzt. Hingegen kann sie bei dem Versuch, da einzugreifen, enormen Schaden anrichten. Wenn man eine Krise – gleich welcher Art – dazu nutzt, um die Freiheit des Volkes einzuschränken, führt das unweigerlich zur Stärkung der Regierungsmacht.

Und das ist der große Kampf unserer Zeit und aller Zeiten: Freiheit versus Staat. Und mit Staat meinen wir nicht nur die Menschen, die wir in ein Amt wählen. Der Begriff umfasst auch die unzähligen Regierungsbehörden, die sich für unsterblich halten. Und auch die Industrie, die die Regierung als Werkzeug in ihrem Kampf um Marktvorherrschaft einsetzt. Sie alle verkörpern den Staat, und das schließt Technologieunternehmen, Medien und große Industriekonzerne ein, darunter auch die Pharmaindustrie und die sogenannten „Grüne Energie“-Erzeuger.

Aus jahrhundertelanger Erfahrung wissen wir, dass eine Krise immer dazu führt, die Kontrolle des Staates über die Bevölkerung zu stärken. Während der Religionskriege in Europa haben die Länder gelernt, wie sie den Glauben der Menschen ausnutzen können, um den Einsatz des Schwertes zu ermöglichen. Religionsfreiheit wurde erst möglich, als die Menschen diesem Treiben auf die Schliche kamen. Sie erkannten, dass nicht Gott von Gewalt profitierte, sondern die Fürsten der Erde.

Immer wenn Frieden, Freiheit und Normalität herrscht, werden die Herrscher der Welt unruhig und planen eine neue Krise. Im Mittelalter kamen die Ketzerei und der Teufel sehr gelegen. So war es auch in der Kolonialzeit in den Vereinigten Staaten: Mit jedem Hexenzauber konnte die herrschende Elite ihren Traum von Macht ausweiten.

Im 20. Jahrhundert beendete der Große Krieg tragisch die Ära des Friedens, des Wohlstands und der Freiheit im Westen. Nach dem Wiederaufschwung mussten wir eine Wirtschaftskrise bewältigen, einen weiteren Krieg und schließlich kam die große Bedrohung durch die Russen.

Als der Kalte Krieg zu Ende war und Frieden und Normalität aufkamen, wurden alle möglichen Szenarien und Ausreden durchgespielt, um diese „Aussicht auf Frieden“ in Schach zu halten. Viele Leute in Washington nahmen das Blutvergießen am 11. September 2001 nicht als Anlass, Gerechtigkeit zu üben, sondern als Vorwand, mehr Kontrolle über die Bevölkerung im Inland zu erlangen.

Jetzt, nach der COVID-Pandemie, hat ein Großteil der Bevölkerung die Nase von den Machenschaften und Lügen der herrschenden Klasse voll. Nun müssen wir auf der Hut sein vor all jenen, die Naturereignisse und das Leben als Vorwand missbrauchen, um die gewaltigen Machtbefugnisse, die sie während der COVID-19-Pandemie erlangt haben, aufrechtzuerhalten. Der Schlüssel zum Erfolg ist, was er schon immer war: Stellen Sie sich mit aller Kraft dagegen. Wenn Sie den Verdacht haben, dass hier etwas faul ist, dann ist das mit Sicherheit der Fall.

Ich habe lieber ein paar Hustenanfälle wegen des Rauchs eines weit entfernten Feuers, als unter dem Joch einer herrschenden Klasse zu leben, die sich einbildet, dass die Regierung in der Lage sei, das globale Klima zu kontrollieren, indem sie reguliert, ob ich im Garten grille.

Zum Autor

Jeffrey A. Tucker ist Gründer und Präsident des Brownstone Instituts und Autor vieler Tausend Beiträge in wissenschaftlichen und Mainstream-Publikationen. Er ist Autor von zehn Büchern in fünf Sprachen, zuletzt „Freiheit oder Lockdown“, und Herausgeber von „The Best of Mises“. Er schreibt eine tägliche Wirtschaftskolumne für die Epoch Times und hält zahlreiche Vorträge zu den Themen Wirtschaft, Technologie, Sozialphilosophie und Kultur.

Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel: „It’s Another Crisis, Another Attack on Freedom“ (deutsche Bearbeitung nh)

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.


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