NTD: Kniet Apple vor China nieder? Mitarbeiter gekündigt | Vierjährige Haftstrafe gegen Bürgerjournalistin

Epoch Times30. Dezember 2020 Aktualisiert: 30. Dezember 2020 11:44

Beim folgenden Beitrag handelt es sich um den Originaltext zum Video: „APPLE beugt sich Pekings Zensur | Bürgerjournalistin für Berichte über Wuhan inhaftiert“ vom Youtube-Kanal NTD-Deutsch. Epoch Times hat keine redaktionellen Änderungen vorgenommen. 

Chinesin für Berichte über Wuhan inhaftiert

Am Montag verhängte ein chinesisches Gericht eine vierjährige Haftstrafe gegen eine Bürgerjournalistin, die während des Höhepunkts des Coronavirus-Ausbruchs in der Stadt Wuhan berichtete. Die Chinesin wurde für vier Jahre inhaftiert.

Ihr Anwalt führte aus, dass die 37-jährige Zhang Zhan am Montag für schuldig befunden wurde, „Streit zu suchen und Ärger zu provozieren“. 

Zhangs Berichte aus erster Hand über überfüllte Krankenhäuser, leere Straßen und Interviews mit Anwohnern, zeichneten ein düstereres Bild der Situation in Wuhan, als es die offizielle Darstellung tat. 

Ihr Kanal auf YouTube brachte sie ebenfalls ins Fadenkreuz der chinesischen Behörden. Laut Gerichtsdokumenten wurde sie Mitte Mai festgenommen und ging im Juni in den Hungerstreik. Ihr Anwalt trug dem Gericht vor, dass die Polizei ihre Arme fixierte und sie durch einen Schlauch zwangsernährte. 

Im Dezember litt sie unter Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Magenschmerzen, niedrigem Blutdruck und einer Halsentzündung. Anträge auf Entlassung auf Kaution vor dem Prozess am Montag wurden abgelehnt.

Es gab strenge Sicherheitsvorkehrungen vor dem Gericht in Shanghai. Ein Mann zeigte sich, um seine Unterstützung auszudrücken. Kurz darauf wurde er von der Örtlichkeit entfernt.

Ich kam hierher und versuchte sie zu sehen. Ich war gerade dort angekommen, aber das Personal sagte mir, dass das nicht erlaubt ist, besonders nicht bei einer Strafsache.“

Zhang ist eine von mehreren Bürgerjournalisten, die aufgrund ihrer Berichterstattung über Wuhan in Schwierigkeiten geraten sind. China ist wegen seines anfänglichen Umgangs mit der Pandemie in die Kritik geraten. Peking wird vorgeworfen, die Welt nicht davor gewarnt zu haben, wie schlimm die Situation tatsächlich war. 

Seit die ersten Fälle von COVID im vergangenen Dezember in Wuhan entdeckt wurden, hat sich die Krankheit weltweit ausgebreitet. Mehr als 80 Millionen Menschen haben sich infiziert und über 1,76 Millionen sind gestorben.

Das Originalvideo von NTD Deutsch: 

Apple wird beschuldigt, vor China zu knien

Ein ehemaliger Apple-Mitarbeiter wirft dem Unternehmen vor, sich der chinesischen Zensur zu beugen. Er behauptet, dass er gekündigt wurde, weil er sich für freie Meinungsäußerung einsetzte. Daraufhin verklagte er den Technologie-Riesen. Er glaubt, das Unternehmen habe ihn gekündigt, weil er eine App genehmigt hat, die Peking kritisiert. 

Der Vorfall ereignete sich im Jahr 2018. Zu der Zeit arbeitete Trieu Pham für Apple als App-Reviewer in Kalifornien. Seine Hauptaufgabe war es, Apps auf Grundlage der Unternehmensrichtlinien zuzulassen oder abzulehnen. 

In der Beschwerde behauptet Pham, dass er eine iPhone-App genehmigt hat, die von dem chinesischen Dissidenten Guo Wengui erstellt wurde. Die App publiziert Inhalte, die Peking kritisieren. Guo selbst ist dafür bekannt, dass er hochrangige Mitglieder der Kommunistischen Partei Chinas der Korruption beschuldigt. Er steht auf Pekings Fahndungsliste.

Pham gibt an, dass nachdem er die App genehmigt hatte, die chinesische Regierung Apple kontaktierte und das Unternehmen bat, die App aus dem App Store zu entfernen.

Apple führte daraufhin eine interne Untersuchung durch und zitierte Pham zu einer Besprechung. In der Beschwerde heißt es, die Apple-Führungskräfte hätten gesagt, die App sei kritisch gegenüber der chinesischen Regierung und sollte daher aus dem App Store entfernt werden. 

Pham argumentierte, die App verstoße nicht gegen die Unternehmensrichtlinien, sondern veröffentliche hauptsächlich Korruptionsvorwürfe gegen das chinesische Regime. Daher solle sie im Sinne der Meinungsfreiheit im Store bleiben.  

Pham fügte hinzu, das Entfernen der App aufgrund von Druck aus China würde einem Einbruch in Richtung Zensur gleichkommen. Er behauptet, die Führungskräfte könnten ein Entfernen der App nicht mit technischen oder inhaltlichen Kriterien begründen. 

Es ist nicht das erste Mal, dass Apple vorgeworfen wird, sich der Zensur von China zu beugen.

2019 zog Apple eine App zurück, mit der Demonstranten in Hongkong die Aktivitäten der örtlichen Polizei verfolgen konnten. Apple sagte, es habe die App entfernt, da sie ein Risiko für die öffentliche Sicherheit sei.

Eine Analyse einer US-amerikanischen Non-Profit-Organisation hat eine weitere Entdeckung gemacht. Sie führt aus, dass das Entfernen von Apps auf Anfrage der chinesischen Behörden eine gängige Praxis für Apple ist. Von den über 3.000 Apps, die aus dem chinesischen App-Store verschwunden sind, behandelt fast ein Drittel Menschenrechtsthemen, wie z. B. die Proteste in Hongkong. 

Apple hat Pham Anfang 2019 entlassen. Das Unternehmen begründete es damit, dass er die Erwartungen an den Job nicht erfüllt habe. Pham glaubt jedoch, dass es damit zu tun hat, dass er die brisante App genehmigte. Er behauptet, dass Apple ihn diskriminiert hat, um die chinesische Regierung zu besänftigen. China ist Apples drittgrößter Umsatzmarkt. 

Apple reagierte nicht unmittelbar auf eine Anfrage zu einem Kommentar. Phams Anwalt erklärte gegenüber NTD, dass sie nun auf den Prozess warten.

Afghanistan fordert Entschuldigung von China

Mehr als zweitausend US-Truppen sollen Afghanistan bis Januar verlassen. Daraufhin hat Peking Berichten zufolge Spione in das Land geschickt, um seinen Einfluss auszuweiten. 10 chinesische Staatsangehörige sind mit Spionagevorwürfen konfrontiert. Sie werden zudem beschuldigt, eine Terrorzelle in Afghanistan zu betreiben.

Bei einigen von ihnen wurde festgestellt, dass sie in Kontakt mit dem Haqqani Netzwerk stehen, einer militanten, islamistischen Terrorgruppe. Dieses Netzwerk entführte zuvor US-Soldaten und griff die Streitkräfte der USA und der NATO an. 

Die indische Zeitung „Hindustan Times“ berichtete, dass Li Yangyang seit diesem Sommer als Spion für China tätig ist. Ein Anti-Terror-Beamter führte aus, dass Li vermutlich Informationen über Al-Kaida, die Taliban und über die chinesische Minderheit der Uiguren gesammelt habe. 

Sha Hung, eine Chinesin, die ein lokales Restaurant betreibt, wurde diesen Monat aus ähnlichen Gründen verhaftet. Afghanische Beamte fanden Bomben in ihrem Haus.

Afghanische Beamte haben Pekings Entscheidung, Spione einzuschleusen, als einen Vertrauensbruch und eine Verletzung internationaler Normen bezeichnet. Beamte sagen, sie würden eine Begnadigung der mutmaßlichen Spione in Betracht ziehen, wenn sich das chinesische Regime formell entschuldigt.


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