Die Landwirte und Bauern sind aufgebracht.Foto: TOBIAS SCHWARZ/AFP via Getty Images

CDU-Politiker gegen Koalition mit Grünen: „Landwirte werden wütend wenn sie Grün hören“

Epoch Times5. Juni 2021 Aktualisiert: 5. Juni 2021 17:12
Einige Politiker der CDU Sachsen-Anhalt hegen Vorbehalte gegenüber den Grünen. Sie würden eine "Deutschland-Koalition" bevorzugen. Der Grünen-Politiker Cem Özdemir indes warnte davor, die Grünen aus einer erneuten Koalition auszuschliessen.

In der CDU Sachsen-Anhalt gibt es große Vorbehalte gegenüber einer erneuten Koalition mit den Grünen.

Eine sogenannte Deutschland-Koalition aus CDU, SPD und FDP „wäre sicherlich eine gute Option für Sachsen-Anhalt“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Markus Kurze, dem Berliner „Tagesspiegel“ (Samstagsausgabe).

Auch der dienstälteste CDU-Abgeordnete im Landtag, Detlef Gürth, sagte: „Ganz klar, mir wäre eine Deutschland-Koalition lieber.“

ZDF-Umfrage: Mehrheit für Bündnis CDU, SPD und FDP

Gerade auf dem Land gebe es eine starke Polarisierung gegen die Grünen, die sich die AfD zunutze mache, sagte Gürth. „Die Landwirte und die Forstwirte, die werden wütend, wenn sie Grün hören“, so der Landtagsabgeordnete. Sein Kollege Kurze sagte, auch im CDU-Landesverband gebe es erhebliche Vorbehalte gegen die Grünen.

Die seit fünf Jahren regierende Kenia-Koalition aus CDU, SPD und Grünen stand mehrfach vor einem Bruch. Eine ZDF-Umfrage vor der Wahl am Sonntag sieht eine Mehrheit für ein schwarz-rot-gelbes Bündnis, das es auf Landesebene zuletzt 1955 im Saarland gab.

Schwarz-Rot-Gelb in Sachsen-Anhalt könnte auch ein Signal für die Bundestagswahl sein. Der Grünen-Politiker Cem Özdemir warnte vor einer schwarz-rot-gelben Bundesregierung, mit der die Grünen entgegen ihrer Erwartungen in der Opposition landen könnten.

„Wenn ich mir Union, SPD und FDP so anschaue, frage ich mich, ob die nicht schon heimlich an einer Art Stillstands-Koalition basteln, also Ex-GroKo ergänzt um den Auspuff-Liberalismus von Christian Lindner“, sagte Özdemir dem „Tagesspiegel am Sonntag“. (afp)



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