Am Rosenhof in Altchemnitz im April 2012.Foto: iStock

Chemnitz sollte sich für 2018 wieder in Karl-Marx-Stadt umbenennen, schlägt Linken-Politiker Dudzak vor

Epoch Times1. April 2018 Aktualisiert: 1. April 2018 17:27
Linke-Politiker Thomas Dudzak aus Sachsen fordert, für das Jahr 2018 Chemnitz vorübergehend wieder in Karl-Marx-Stadt umzubenennen. Dann "wäre die Stadt in aller Munde und würde zu einem touristischen Mekka aller Proletarier werden."

Auch in Sachsen wird es 2018 einige Veranstaltungen geben, die sich mit Karl Marx beschäftigen. Thomas Dudzak, Landesgeschäftsführer der Partei DIE LINKE in Sachsen, schlägt vor, dass sich die Stadt Chemnitz besinnt und sich temporär wieder Karl-Marx-Stadt nennt:

Die Stadt Chemnitz sollte sich ihrer historischen Rolle bewusst werden und für die Dauer des Jahres 2018 wieder eine Umbenennung vollziehen.“

Die Regierung der DDR beschloss 1953, Chemnitz in Karl-Marx-Stadt umzubenennen. Die Stadt hatte eine starke Industrie, galt als „sächsisches Manchester“ und sollte mit Marx verbunden werden. Durch eine Volksabstimmung am 23. April 1990 wurde die Entscheidung rückgängig gemacht, da 76 Prozent der Bürger sich für den alten Stadt-Namen Chemnitz entschieden.

Karl Marx an sich hat mit der Stadt nichts zu tun, die Chemnitzer ehren als einen ihrer berühmtesten Söhne Georgius Agricola, der als Stadtmedicus nach Chemnitz kam und mehrmals zum Bürgermeister gewählt wurde.

Auch in Chemnitz würde die Kasse klingeln

Der Politiker der Linken meint: „Für viele Menschen bleibt Chemnitz mit Karl Marx verbunden, Karl-Marx-Stadt ist im kollektiven Gedächtnis verhaftet. Deshalb finde ich, dass es der logische Schritt wäre, dass die Stadt Chemnitz sich ihrer Wurzeln besinnt und zumindest dieses Jahr wieder ‚Karl-Marx-Stadt‘ nennt.“

Ein wirtschaftlicher Vorteil wäre:

Die Stadt wäre in aller Munde und würde zu einem touristischen Mekka aller Proletarier werden.“

Er weist darauf hin, dass die Linke die Stadtverwaltung bei der Umsetzung unterstützen und „auf eigene Kosten Überkleber für die Ortseingangsschilder produzieren“ würde. „Ehrenwort!“

Am 5. Mai findet in Chemnitz eine Großveranstaltung zum Geburtstag von Karl Marx am „Nischel“ statt. Die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) riet 2017 den Bürgern von Trier, als es um eine Statue aus China ging, daran zu denken, dass im Namen von Karl Marx Dutzende von Diktaturen errichtet worden sind, die die Freiheit der Bürger mit Füßen getreten haben. Diese Diktaturen haben Millionen von Menschenleben gefordert.

(ks)

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