Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen steht auf einem Truppenübungsplatz neben Brigadegeneral Heico Hübner und wartet auf den Beginn eines Manövers. Am Tag der Bundeswehr präsentieren sich die deutschen Streitkräfte.Foto: Bernd Thissen/Archiv/dpa

David von der Leyen, McKinsey und Aufträge aus dem Verteidigungsministerium

Epoch Times21. Oktober 2018 Aktualisiert: 21. Oktober 2018 16:42
Ursula von der Leyen ist verantwortlich für die Vergabe von Aufträgen an Externe Berater. Auch McKinsey erhielt diese in Millionenhöhe - und bei McKinsey arbeitet ein David von der Leyen ...

Seit längerem ist das Verteidigungsministerium in der Kritik wegen externen Beratern. Der Präsident des Bundesrechnungshofs Kay Scheller erklärte schon vor einiger Zeit, dass das Verteidigungsministerium unter Ursula von der Leyen ein Ministerium sei, welches „viel Geld für Beratungsleistungen“ ausgebe.

Doch das Thema ist wohl noch brisanter, wie freiewelt.net schreibt. Denn ausgerechnet McKinsey erhielt Millionenbeträge für die Beratung der Bundeswehr. Einer der höheren Mitarbeiter von McKinsey ist David von der Leyen. 

Da der Name nicht so häufig sein dürfte, liegt ein Verdacht nahe. David von der Leyen ist als Associate bei McKinsey & Company an der Gewinnbeteiligung des Unternehmens beteiligt.

Verantwortlich für die Auftragsvergabe an externe Beratungsfirmen ist Ursula von der Leyen.

McKinsey und der Digitalrat der Bundesregierung

Es ist bekannt, dass von der Leyen bei der Umstrukturierung des Verteidigungsministeriums und den Reformen der Rüstungsbeschaffung extensiv externe Unternehmensberater eingesetzt hat.

So setzte sie die bekannte McKinsey-Partnerin Katrin Suder als Rüstungs-Staatssekretärin ein, die mittlerweile Chefin des neu gegründeten Digitalrats wurde, der die Bundesregierung bei der Digitalisierung Deutschlands beraten soll.

Doch auch nach Suders Weggang sollen externe Berater mit enormen Tagessätzen im Verteidigungsministerium ein und ausgegangen sein. Sie hätten Zugang zu vertraulichen Unterlagen gehabt und auch oft über Ministeriums-Mailadressen verfügt, berichtete der „Spiegel“ am 23. Spetember 2018.

„Bild am Sonntag“: Die Firma Accenture erhielt Millionen

Die Firma Accenture erhielt in den letzten beiden Jahren für IT-Strategieberatung Millionen aus dem Bundeswehr-Etat, schreibt die „Bild am Sonntag“. Der verantwortliche Manager pflegt demnach gute Verbindungen zu von der Leyens ehemaliger Rüstungsstaatssekretärin Katrin Suder.

Ex-Rüstungsstaatssekretärin Katrin Suder gab ihr Amt im Mai auf, heute ist sie Vorsitzende des Digitalrats der Bundesregierung.

Weitere Seltsamkeiten gibt es auch in der Firma, die das Internet- und Telefonnetz der Bundeswehr betreibt (Bundeswehr-Firma BWI). Der Geschäftsführer Ulrich Meister verließ unerwartet im Juni 2018 sein Amt. Nach Informationen der Zeitung ging er, „weil er laut interner Untersuchungen Einnahmen vorbei am Haushaltsgesetzgeber im Sinne Suders für Beraterverträge mit IT-Firmen vergeben hatte. Das Ministerium weiß davon heute angeblich nichts.“

Die Opposition fragt nach

Alle vom Rechnungshof benannten Probleme werden derzeit untersucht. Tobias Lindner (36), Haushaltsexperte bei den Grünen, sagte der „Bild am Sonntag“: „Weitere Verstöße hat von der Leyen im Ausschuss nur auf Nachfrage zugegeben. Das hat mit Aufklärung nichts zu tun! Die Ministerin muss in der nächsten Sitzungswoche am 8. November umfassend über die Ermittlungsergebnisse aufklären. Ansonsten wird sie einen Untersuchungsausschuss nicht vermeiden können.“

Ein weiteres zu klärenden Detail betrifft sechs externe Unternehmensberater, die im Verteididungsministerium monatelang an einem IT-Projekt arbeiteten. Diese wurden erst jetzt an die Rentenversicherung gemeldet. Sie hatten Zugriff auf das geschützte Intranet und Ministeriums-Mailadressen – und traten „als ministerielle Instanz“ auf. (ks)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion