Der Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer verlangt von der Bundesregierung, die Investitionen in den Klimaschutz zu erhöhen.Foto: Marcel Kusch/dpa/dpa

Eklat um Grünen-Tweet: Fraktionsvize Krischer bringt Laschet mit Toten in Kanada in Verbindung

Epoch Times2. Juli 2021
Der Bundestagswahlkampf 2021 geht offenbar in eine neue Phase über. Ein Tweet des Bundestagsfraktions-Vize der Grünen, Oliver Krischer, sorgt für Empörung. Die Klima-Attacke von Krischer gilt NRW-Ministerpräsident und CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet.

Dem Grünen-Fraktionsvize im Bundestag, Oliver Krischer, entgleiste kürzlich eine totalitäre Äußerung gegen den CDU-Kanzlerkandidaten und NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet.

Am 30. Juni schrieb der Grünen-Spitzenpolitiker auf Twitter: „Diese Laschet Politik kostet überall auf der Welt – gerade in Kanada – Menschen das Leben. In NRW und ganz Deutschland vernichtet sie zehntausende Arbeitsplätze und die wirtschaftliche Basis unseres Landes.“

Ein User antwortete Krischer direkt: „Nein, Windräder kosten Gesundheit und Leben, das der Insekten, Fledermäuse und Vögel sowieso. Aber durch die Infraschallwellen auch das der Menschen. Kommt endlich von eurem hohen Ross der Hypermoral runter.“

Kurz zuvor hatte Krischer bereits gepostet, dass CDU und FDP im Landtag NRW am Folgetag (1. Juli) „per Gesetz den Ausbau der Windenergie“ beenden würden, aber gleichzeitig würden sie bekräftigen, Klimaschutz-Ziele durch Windenergieausbau erreichen zu wollen. Krischer warf Laschet noch eine „komplett fakten- und realitätsfreie Welt“(sicht) vor.

Gemeint war damit der Entschluss der schwarz-gelben NRW-Koalition zu einem Gesetz, dass einen Mindestabstand von 1.000 Metern zwischen Windrädern und Wohnhäusern vorsieht.

Wie die „Bild“ erinnert, grassierte im Westen Kanadas gerade eine extreme Hitzewelle, die nach Behördenangaben in British Columbia zu Hunderten Todesfällen beigetragen habe. Das Blatt fragt: „Aber ist ‚Laschet-Politik‘ schuld an Hitzetoten in Kanada?“

Die Zeitung erinnert auch an die kurz zuvor von vielen Grünen beklagte Berichterstattung über Plagiatsvorwürfe gegen die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. Von „Rufmord“, „Kampagne“ und „rechtem Propagandakrieg“ sei die Rede gewesen und die Kritik der freien Presse sei sogar mit den Propagandamethoden Adolf Hitlers verglichen worden.

FDP-Spitzenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff fragte sich auf Twitter: „Laschet ein Mörder? Die FDP eine Komplizin? Was kommt als Nächstes?“ Lambsdorf nannte das ein „NoGo“ – selbst im Wahlkampf – und forderte von Parteichefin Annalena Baerbock und Grünen-Generalsekretär Michael Kellner Aufklärung. Andere Politiker forderten eine Entschuldigung.

Krischer selbst relativierte seinen Vorwurf einen Tag später – ohne jedoch von seinen Klima-Attacken wirklich abzulassen: „Sorry, liebe CDUCSU wir müssen darüber reden, dass unterlassene Klimaschutz-Politik wie in NRW zur Zerstörung von Lebensgrundlagen weltweit führt. Aber es liegt mir völlig fern, Armin Laschet eine persönliche Verantwortung für konkrete Ereignisse zu unterstellen.“ (sm)



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