Hamburg: Dieselfahrverbot brachte keine deutliche Verbesserung der Luftqualität

Epoch Times3. Juni 2019 Aktualisiert: 3. Juni 2019 12:23
Daten des Hamburger Luftmessnetzes ergaben, dass an zwei Straßenabschnitten, wo Dieselfahrverbote herrschen, der Stickoxidgrenzwert weiterhin überschritten wird.

Die Auswertung zweier Straßenabschnitte in Hamburg, in denen seit einem Jahr ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge herrscht, ergab, dass die EU-Grenzwerte für Stickoxid weiterhin überschritten werden, berichtet die „Hamburger Morgenpost“.

So zeigen die Daten vom Hamburger Luftmessnetz, dass an der Luftgütemessstation Stresemannstraße an 187 von 365 Tagen die Grenzwerte überschritten wurden. In der Mess-Höhe von vier Metern über dem Boden waren es noch 156 Tage, wo eine Überschreitung stattfand.

An der Messstation an der Max-Brauer-Allee wurde der Grenzwert an 217 von 363 Tagen (für zwei Tage wurden keine Werte erfasst) überschritten. In vier Metern Höhe waren es 168 von 357 Messtagen, an denen eine Überschreitung stattfand.

Auch das Umweltbundesamt kam in einer Erhebung zu dem Ergebnis, dass die Stickoxidwerte an den Straßen im Mittel noch immer deutlich über dem Grenzwert lagen.

FDP-Politiker: „Durchfahrtsbeschränkungen unverhältnismäßig und ökologisch fragwürdig“

Für Ewald Aukes (FDP) sind die Durchfahrtsbeschränkungen unverhältnismäßig und ökologisch fragwürdig. Er weist darauf hin, dass es durch den Umfahrungsverkehr auf den Ausweichstrecken zu Protesten und zusätzlichen Schadstoffbelastungen gekommen sei. (er)

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