Kandidaten für JU-Spitze: „Die Grünen sind nicht unsere ‚best buddies‘, sie sind unsere Gegner“

Epoch Times16. März 2019 Aktualisiert: 16. März 2019 17:10
Kandidaten für JU-Spitze reiten heftige Attacken gegen politische Gegner.

Mit heftigen Attacken auf die anderen Parteien und Distanzierungen von der großen Koalition haben die beiden Kandidaten für den Vorsitz der Jungen Union (JU) am Samstag für sich geworben. Der 34-jährige Thüringer JU-Chef Stefan Gruhner forderte vor den Delegierten auf dem Deutschlandtag in Berlin, die Nachwuchsorganisation von CDU und CSU müsse stärker „Stachel im Fleisch der GroKo“ sein.

Es müsse verhindert werden, dass die Regierung mehr Geld für soziale Wohltaten ausgeben wolle als für Digitalisierung, sagte Gruhner. Ähnlich äußerte sich Gegenkandidat Tilman Kuban: Die Junge Union dürfe nicht zulassen, dass sich die Regierung mehr mit sozialen Wohltaten als mit Zukunftsthemen beschäftigte, sagte der Vorsitzende der Jungen Union in Niedersachsen.

Der 31-jährige Kuban forderte zudem eine harte Linie in der Innenpolitik: „Wer sich in unserem Land nicht an unsere Gesetze halten will, ist in unserem Land nicht willkommen.“ Auch Gruhner sagte unter dem Applaus der Delegierten, in diesem Land mache nicht der Prophet die Gesetze.

Beide Bewerber für die Nachfolge des zum CDU-Generalsekretär berufenen Paul Ziemiak stellten sich hinter die deutsche Autoindustrie, wetterten gegen Diskussionen um Schultoiletten für ein drittes Geschlecht und bekannten sich zu einer besseren Ausrüstung der Bundeswehr. Es könne nicht sein, dass Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mehr Kinder als funktionierende Flugzeuge habe, sagte Kuban in Anspielung auf die siebenfache Mutter.

Zudem teilten Gruhner und Kuban heftig gegen die Jusos sowie gegen die Grünen aus. „Die Grünen sind nicht unsere ‚best buddies‘, sie sind unsere Gegner“, sagte Gruhner. Bezogen auf Positionen der Jusos zur Abtreibung rief der Thüringer in den Saal: „Diese Chaoten dürfen niemals Verantwortung in unserem Land tragen.“ Beide Redner wurden mehrfach von heftigem Applaus unterbrochen. (afp)

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