Leistung ist nicht Nebensache – Linke Phantasien von Gleichmacherei schaden auf lange Sicht

Epoch Times7. July 2018 Aktualisiert: 8. Juli 2018 8:01
Ein Rostocker Bildungsforscher fordert die Abschaffung der Schulnoten bis zur Klasse 9. Doch „es nützt niemandem, wenn man so tut, als sei Leistung beim Schulbesuch Nebensache. Spätestens im Berufsleben erfolgt das böse Erwachen“, sagt Torsten Renz, Bildungsexperte der CDU.

Zensuren in der Schule sollten abgeschafft werden, erklärt der Rostocker Bildungsforscher Thomas Häcker (Universität Rostock). Das jahrhundertealte Zensuren-System tauge nicht mehr, um Kinder zeitgemäß zu fördern, schreibt er in der „Ostsee-Zeitung“.

„An einer Schule ohne Noten reden die Kinder über das, was sie im Unterricht gelernt haben“ – gäbe es jedoch Noten, drehe sich alles nur noch um Zensuren und nicht mehr um Inhalte. Er plädiert für eine Notenfreiheit bis Anfang der 9. Klasse. Für den Abschluß der Mittleren Reife und des Abiturs solle es jedoch wieder Noten geben.

Mecklenburg-Vorpommern prüft bisher die Einführung von Kompetenzrastern zur Inklusion von Förderschülern. Privatschulen dürfen in dem Bundesland ebenfalls Schülern alternative Bewertungen auf einem Zeugnis überreichen.

„Ganz ohne Noten kann es aber nicht gehen“, teilt das Schweriner Bildungsministerium mit.

Linke Phantasien von Gleichmacherei schaden auf lange Sicht

Der schulpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Jens-Holger Schneider, kommentiert:

„Das ist Humbug. Jeder Mensch muss wissen, wo seine Stärken und Schwächen liegen. Das gilt auch für Kinder. Nur so kann man reflektieren, wie man seine Stärken am besten zu Geltung bringt und wie man an seinen Schwächen arbeitet. Jeder Mensch ist in erster Linie eben ein Individuum.“

Und weiter:

Linke Phantasien von Gleichmacherei bringen uns nicht weiter und werden dem Kind auf lange Sicht auch schaden.“

„Genauso, wie es zu einer liebevollen Erziehung gehört, den Kindern Grenzen zu setzen, gehört es zu einer guten Schulausbildung, Kindern eigene Schwächen aufzuzeigen.“

Philologenverband: Noten sind ein bewährtes Mittel

Jörg Seifert, Vorsitzender des Philologenverbands des Bundeslandes, hält davon gar nichts.

Noten seien ein bewährtes Mittel, um Schülern zu vermitteln, wie Schule läuft. Gerade den bildungsfernen Schülern und Eltern gibt dies eine Orientierung. „Schüler wollen Noten, um sich zu vergleichen“, sagt Seifert.

CDU: Leistung ist nicht Nebensache

„Es nützt niemandem, wenn man so tut, als sei Leistung beim Schulbesuch Nebensache. Spätestens im Berufsleben erfolgt das böse Erwachen“, sagt Torsten Renz, Bildungsexperte der CDU im Mecklenburger Landtag.

Simone Oldenburg (Linke) verlangt hingegen die Abschaffung der „unsäglichen Kopfnoten“, die nicht berücksichtigten, dass Kinder „noch auf dem Weg sind“. (ks)

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