Materialien von Bündnis 90/Die Grünen an einem Wahlstand in Schweinfurt, 9. Oktober 2018 in Schweinfurt.Foto: Thomas Lohnes/Getty Images

Umfrage: 38 Prozent sympathisieren mit den Grünen

Epoch Times1. April 2019 Aktualisiert: 1. April 2019 9:40
Die Grünen haben ihre meisten potentiellen Wähler im Westen (41 Prozent), bei den Frauen (41 Prozent), bei den 18- bis 29-Jährigen (44 Prozent) und entsprechend bei den Schülern und Studenten (44 Prozent) sowie bei den Wahlberechtigten mit höherer Schulbildung.

38 Prozent der Wahlberechtigten in Deutschland können sich derzeit vorstellen, die Grünen zu wählen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag der Mediengruppe RTL. Demnach ist das gesamte Wählerpotential der Partei in diesem Frühjahr so groß wie das der Union (39 Prozent) und größer als das der SPD (31 Prozent) und der FDP (28 Prozent). Von denen, die tatsächlich zur Wahl gehen wollen, würden aktuell weiterhin 20 Prozent „grün“ wählen.

Die Grünen haben ihre meisten potentiellen Wähler im Westen (41 Prozent), bei den Frauen (41 Prozent), bei den 18- bis 29-Jährigen (44 Prozent) und entsprechend bei den Schülern und Studenten (44 Prozent) sowie bei den Wahlberechtigten mit höherer Schulbildung – 46 Prozent der Grünen-Sympathisanten haben Abitur bzw. Studium. Vergleichsweise geringeren Zuspruch haben die Grünen in Ostdeutschland (27 Prozent), bei den Männern (37 Prozent), bei Wahlberechtigten mit Hauptschulabschluss (28 Prozent) und bei den Arbeitern (30 Prozent).

Ein Drittel der Grünen-anhänger in Großstädten

Ein Drittel der Grünen-Anhänger lebt laut „RTL/n-tv-Trendbarometer“ in Großstädten. Das Haushaltsnettoeinkommen liegt mit über 3.200 Euro deutlich über dem des Durchschnitts aller Wahlberechtigten. Seit der Bundestagswahl 2017 haben die Grünen viele potentielle Wähler gewonnen. Unter den „Neu“-Grünen sind mehr Männer als unter den „Alt“-Grünen, mehr 18- bis 29-Jährige, mehr über 60-Jährige und mehr Wahlberechtigte, die sich selbst in der politischen Mitte und weniger links einordnen.

„Die Grünen waren seit ihrer Gründung eine festgefügte Wertegemeinschaft. Häufig im Dunstkreis des öffentlichen Dienstes und der Medien angesiedelt, konnten sie sich frei von materiellen Sorgen um hehre Menschheitsziele wie den Frieden oder die Umwelt kümmern“, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner der Mediengruppe RTL. Heute aber erlebten die Grünen eine „Art zweiter Geburt“. Sie „gewinnen neue Anhänger in der liberalen Mitte mit durchaus heterogenen Werten und Zielen“, so Güllner weiter.

Keine „Volkspartei“

Eine wirkliche Volkspartei aber seien die Grünen noch nicht geworden, weil sie die unteren Bildungs- und Einkommensschichten mit sehr konkreten materiellen Interessen nach wie vor nicht erreichten. Die Daten für die Umfrage basieren laut Forsa auf der Analyse von 11.682 „Alt“-Grünen (Grünen-Wähler von 2017, die auch heute wieder grün wählen wollen) und „Neu“-Grünen (Wähler anderer Parteien sowie Nichtwähler von 2017, die heute die Grünen wählen wollen). (dts)


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